Drama am Ententeich: Graugans 4E5 gerissen

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Gerne lassen Hundebesitzer ihre Lieblinge im Stadtpark frei laufen, wie hier am Stadtparksee. Für brütende Wasservögel ist das allerdings gefährlich Foto: Haas
Winterhude.

In der Titelgeschichte der vergangenen Woche berichtete das Hamburger Wochenblatt vom letzten Grauganspaar am Ententeich. Die Ausgabe zur Woche 11 war bereits im Druck, als Gänseschützer Simon Hinrichs nach seinem Feierabend die traurige Entdeckung machte. Die Graugans mit der Ringnummer 4E5 war tot, sie wurde während des Montags auf dem Nest gerissen.


Hinrichs, auf dem Rückweg von seiner Arbeit als Kaufmann bei einer Krankenkasse, wurde durch laute Klagerufe des Gänsemannes „L99“ in der Nähe des Brutplatzes auf das traurige Schicksal der Partnerin aufmerksam.
Hinrichs vermutet, dass ein unbeaufsichtigter Hund am Werk war. Den Beweis könnte er durch die pathologische Untersuchung eines tierärztlichen Instituts liefern, sie würde den Täter durch DNA-Spuren überführen. Doch ehrenamtliches Engagement hat Grenzen: Die rasche Bergung der toten Gans bei einbrechender Dämmerung im Morast des Ententeichs wäre nur mit entsprechender Ausrüstung und Hilfe möglich gewesen.
„Der Ganter trauerte. Tage später wurde er am Osterbekkanal gesehen“, berichtet Simon Hinrichs. Jetzt sei er in der Rangordnung der Graugänse „abgestiegen“. Als Witwer ohne Partnerin werde er wieder als potenzieller Rivale angesehen und nach Gänsemanier attackiert. Ob sich jetzt ein weiteres Gänsepaar für einen Brutplatz am Gänseteich interessiert, würden die kommenden Wochen zeigen. Der Gänseschützer wiederholte seine Forderung: „Hunde rund um den Ententeich sind insbesondere während der Brutzeit und der Jungenaufzucht anzuleinen.“ Zu schnell werde ihr Jagdtrieb werde angesichts brütender Tiere – auch Enten und Rallen – geweckt, wenn sie den Schilfbewuchs am Teich und auf den Teichinseln durchstreifen können. (wh)
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