Tolles Torf! Das Himmelmoor durchschauen

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Rainer Naujox vom Förderverein zeigt die verschiedenen Torfschichten des Moores Foto: Fuchs
Quickborn: Himmelsmoor |

Förderverein eröffnet den fast vier Kilometer langen Naturlehrpfad

Quickborn Das größte Hochmoor in Schleswig-Holstein ist jetzt als Naturlehrpfad zu erkunden. Mit 100 geladenen Gästen im Quickborner Torfwerk eröffnete der Förderverein den 3,8 Kilometer langen, geführten Rundweg durch das Himmelmoor (das Wochenblatt berichtete). Er soll vor allem Kindergartengruppen, Schulklassen und Naturfreunde für die einmalige Flora und Fauna in diesem 415 Hektar großen und von der EU geschützten Gebiet begeistern.

Himmelmoor erlebbar machen

Möglich machte diese Initiative eine Vereinbarung der Landesregierung mit dem Torfwerkbetreiber, dass der Torfabbau spätestens 2020 enden solle. In weiten Teilen endete er bereits. Dort soll das Moor wieder renaturiert werden, was angesichts des jahrhundertelangen Torfabbaus eine große Herausforderung sei, sagte Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl. „Die Natur ist hier durch den Torfabbau stark gestört. Das muss sich jetzt erst wieder entwickeln.“ Ziel des Moorlehrpfades müsse es sein, zu zeigen, „wie einmalig unsere Natur und Landschaft hier ist“, sagte der Verwaltungschef. „Wir wollen keinen Hot-Spot und kein Disneyland hier schaffen, sondern das Himmelmoor erlebbar machen“.

17 Informations- und Erlebnisstationen

Dazu sind jetzt entlang des ausgeschilderten Rundweges 17 Informations- und Erlebnisstationen eingerichtet worden, berichtet Rainer Naujox vom Förderverein. Dort werden die Pflanzen und Tiere des Moores, seine Geschichte und das einzigartige Klima wissenschaftlich beschrieben. In einem Schichtenmodell wird die Zusammensetzung des Bodens gezeigt, dessen Brenneigenschaften ganz unterschiedlich sind. (bf)

Weitere Infos: Förderverein Himmelmoor

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