Ein Herz für Radfahrer

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Start am R10-Bahnhof Wandsbek: (v.l.) die FDP-Mitglieder- Sebastian Liebram, Thomas Pfohe, die beiden Bezirksabgeordneten Stefan Leverenz, Dr. Klaus Fischer.

FDP testet Velo-Routen und fordert die Sanierung

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Liberale bringt man grundsätzlich eher mit Nadelstreifen-Anzüge, denn mit Fahrradklammern an eben denselben, in Verbindung. In Wandsbek scheint das allerdings anders zu sein, denn die FDP-Wandsbek testet zur Zeit die Velorouten des Bezirks.

Vorläufiges Fazit nach dem Befahren der Velorouten 5 (Volksdorf-Wandsbek) und 6 (Rahlstedt-Wandsbek) des Bezirksabgeordneten Klaus Fischer und seiner Testfahrer: „Velorouten sind überwiegend matschig, holprig und nicht ausgeschildert, was die Orientierung sehr erschwert“. Damit die Mängelbeseitigung leichter geht, erstellte die FDP einen Mängelkatalog, der Beispiele wie An der Berner Au – Hermelinweg („Tempo 30 Straße; Plattenweg bei Erich-Kästner-Gesamtschule, zum Teil unebener Streckenverlauf, insbesondere nach dem Passieren der Erich-Kästner-Gesamtschule sehr unübersichtlich) oder wie am Straßburger Platz – Straßburger Straße ( Radweg- keine Beschilderung- Überquerung der Straßburger Straße Richtung Dithmarscher Straße nur zeitraubend über Fußgängerüberweg möglich; kein Einfädeln in den PKW-Verkehr aufgrund fehlender Bordsteinabsenkung“) dokumentiert.
Nach soviel Fleißarbeit stellte die FDP in der letzten Bezirksversammlung Wandsbek Ende Oktober den Antrag: „Wandsbeker Velorouten verbessern“. Begründet wurde er in der Debatte damit, dass „der Fahrradverkehr seinen Anteil am Gesamtverkehr in deutschen Städten in den letzten Jahren deutlich ausgebaut hat. Auch im Berufsverkehr nutzten immer mehr Bürger das Fahrrad, eine Entwicklung die durch das Aufkommen der Elektrofahrräder weiter begünstigt werde. In Hamburg stieg der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 2002 bis 2008 von neun auf zwölf Prozent.
SPD-Fraktionschefin Anja Quast fand den FDP-Antrag „ganz schön“ und wollte ihn in den Verkehrsausschuss überweisen. Quast: „Dort werden wir einen Referenten aus der Behörde für Wirtschaft und Verkehr einladen und versuchen zu ermitteln, warum es nicht recht vorangeht.“ Ähnlich äußerte sich die Wandsbeker Grünen-Fraktionschefin Susanne Zechendorf. Alle Fraktionen begrüßten die Initiative der FDP einhellig und überwiesen „das komplexe Thema“ in den Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus. Die FDP will übrigens weiter testen. Jenfeld steht jetzt an.
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