Hohenhorst: Kirche mit Charakter wird 50

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... ebenso wie dieses Bild vom Bau der Kirche Repro: wb
Hamburg: Kielkoppelstraße 51 |

Das Programm für das Jubiläumsjahr der Dankeskirche steht. Geschichten gesucht

Von Christa Möller
Hohenhorst
Wenn Wolfgang Madlung, 82, Cintia Bittencour, 27, Reinhard Piening, 74, und Timo Kramann, 42, etwas zu besprechen haben, hat das einen fröhlichen Hintergrund: Die vier sind Mitglieder der Jubiläums-AG. Seit einem Jahr kommen sie regelmäßig im Gemeindehaus der Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst/Rahlstedt-Ost am Halenseering zusammen, um die übers ganze Jahr verteilten Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Dankeskirche an der Kielkoppelstraße 51 in Hohenhorst zu planen. Komplettiert wird die AG von Gudrun Viertel, die den kirchlichen Seniorentreff ehrenamtlich leitet, und Pastorin Wiebke Meers sowie Pastor Johannes Calliebe-Winter. Auf großen Tafeln können Interessierte die Entstehungszeit der Kirche verfolgen und Fotos sehen von Menschen, die das Gemeindeleben geprägt haben wie der Pastor der ersten Stunde, Ulrich Hübner und Pastor Hans Mohn. 1986 wurde Johannes Calliebe-Winter Pastor in Hohenhorst, wo seit 1996 auch Pastorin Wiebke Meers tätig ist. Seit 1999 gehören beide Kirchen zur Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst/Rahlstedt-Ost. Die Kirchengemeinde hat heute insgesamt 5.200 Mitglieder.

Sommerfest am 25. Juni

Friedhelm Grundmann entwarf die Dankeskirche, die heute noch so aussieht, wie der Architekt sich das vor fünfzig Jahren vorgestellt hat: Blaue Orgel, blaues Gestühl, weiße Wände und die Decke in einem intensiven, warmen Rot-Ton. Geprägt wird das schlichte Innere durch ein riesiges Kreuz aus T-Trägern, die das Bauwerk auch symbolisch zusammenhalten. Ausschnitt aus dem Festprogramm: Nach der Eröffnungsveranstaltung im April folgt am 24. Juni um 15 Uhr das große Sommerfest an der Dankeskirche gemeinsam. Ein Highlight im wahrsten Sinne: Das Klettern am Turm. Um 18 Uhr ist Jugendgottesdienst in der Kirche. Am Sonntag, 25. Juni, beginnt um 11 Uhr der Festgottesdienst, um 18 Uhr folgt das Midsommar-Konzert mit dem Quintetto sereno. Am 16. September erzählen Zeitzeugen, was sie mit der Dankeskirche verbindet. Dazu werden noch Fotos, Anekdoten und Geschichten gesucht. Infos im Gemeindebüro, t 672 55 17. Am 3. Dezember gibt es zum Kirchweihtag einen Festgottesdienst mit Empfang zur Kirchweihe.

Ehrenamtliches Team

Als die Dankeskirche 1967 errichtet wurde, gab es noch keine Sparzwänge – heute sind Ehrenamtliche engagiert, wo früher angestellte Mitarbeiter tätig waren, beispielsweise als Gemeindesekretärin oder Küster. „Wir sind ein starkes, ehrenamtliches Team, das sich um den Fortbestand der Gemeinde kümmert“, sagt Reinhard Piening, ehemaliger Chorleiter und seit 13 Jahren Vorstandsmitglied des Fördervereins Dankeskirche. Die Kirchengemeinde stellt regelmäßig Platz für drei Container zur Verfügung, die im Rahmen des Hamburger Winter-Nothilfe-Programms in der kalten Jahreszeit vier Obdachlosen Unterkunft bieten. Sie werden von einem Ehrenamtlichen betreut, der auch schon mal bei der Wohnungs- und Arbeitssuche behilflich ist.

Lebendige Gemeinde

„Man kann die Kirche von innen bewegen“, beschreibt Wolfgang Madlung die Motivation für sein mittlerweile über 40-jähriges Engagement im Kirchenvorstand. Diakonie, Bahnhofsmission, Altenheim, Kindergarten zählt er kirchliche Einrichtungen auf, „ohne die die Politik nicht auskäme.“ Die Jugendarbeit funktioniert und: „Die Kirchenmusik ist eine tolle Sache.“ Dafür sorgt in der Markus-Kirchengemeinde seit einem Jahr die Brasilianerin Cintia Bittencourt (27).
Als Prädikant leistet Timo Kramann ehrenamtlichen Einsatz, darüber hinaus ist der Pädagoge für Jugendarbeit und Hausmanagement zuständig. Er will Kirche von einer zugewandten, weltoffenen Seite repräsentieren. Kreative Spannung gehöre auch dazu, wie Reinhard Piening weiß, wenn er z.B. an die Zeit der Fusion denkt. „Alles miteinander auszubalancieren war schon schwierig.“ Timo Kramann ergänzt: „Heute haben wir eine aktive, lebendige Gemeinde, die sich unter den beiden Kirchtürmen der Dankes- und Trinitatiskirche trifft.“

Weitere Infos: 50 Jahre Dankeskirche
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