„Klar Schiff“ für neue Freibad-Saison in Rahlstedt

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Sven Jantschik reinigt das leere Becken mit Hochdruck Foto: rg
Hamburg: Wiesenredder 85 |

Bäderland Hamburg macht Anlage am Wiesenredder fit. Öffnungstermin noch ungewiss

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Das Becken im Bad am Wiesenredder ist leer. Bis auf einen Rest, das Wasser ist grün und Blätter schwimmen darin. Der Boden ist von einer gräulichen Dreckschicht bedeckt. Noch jedenfalls. Denn langsam arbeitet sich Sven Jantschik mit seinem Hochdruckreiniger von der Eingangstreppe Richtung Schwimmerbecken vor, Fliese für Fliese. Der Bäderland-Mitarbeiter trägt Gummihose, Ohrenschützer und Brille. Und zwei Paar Socken. „Ich bekomme trotzdem kalte Füße“, sagt Jantschik: „Ich stehe jetzt zwei Wochen am Hochdruckreiniger, das geht ganz schön auf die Knochen.“ Allein das leere Becken hat rund 1.500 Quadratmeter Fläche, dazu kommen die Fliesen im Außenbereich.

Grünanlage bereits fit

Dennoch sei die Reinigung per Hand und Maschine einfacher und günstiger, als etwa eine Abdeckplane, erklärt Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Dadurch würden auch mehr Frostschäden entstehen. Auch diesen Winter sind im Freibad Rahlstedt Fliesen abgeplatzt. Kleinere Schäden werden vor Ort repariert, für größere kommt ein spezialisierter Fliesenleger. Die Außenanlagen sind währenddessen schon fit für den Saisonauftakt: Der Rasen ist gemäht, die Büsche sind zurückgeschnitten.

2,5 Millionen Liter Wasser

Wenn das Becken gereinigt ist, wird es wieder befüllt. Das sind mal eben 2,5 Millionen Liter Wasser. „Das dauert etwa eine Woche, das Wasser steigt jeden Tag um eineinhalb Fliesen“, erläutert Dietel. Das Ablassen habe auch mehrere Tage gedauert. Das Wasser werde vorher aber beprobt und je nach Ergebnis in die nahe Stellau oder in die Kanalisation gepumpt. Im vergangenen Jahr wurde das Freibad erst am 3. Juni erstmals geöffnet. Und auch jetzt ist der Saisonstart noch nicht absehbar. „Unter 15 bis 16 Grad tagsüber gibt es keine Chance, und derzeit haben wir noch Nachtfrost“, sagt Bäderlandsprecher Dietel. Man beobachte die Temperaturentwicklung. Dabei würden mehrere Wetterdienste gleichzeitig genutzt. „Meist kommen die Besucher erst nach drei oder vier warmen Tagen am Stück“, so Dietels Erfahrung.

Preise stabil

Aber wenn es dann wirklich heiß sei, könne man flexibel reagieren: Das Freibad Rahlstedt zum Beispiel werde dann länger geöffnet. Die Eintrittspreise bleiben konstant: Erwachsene zahlen 3,20, Kinder 1,20 Euro. Die öffentlichen Bäder seien immer ein Zuschussgeschäft, erklärt Dietel: „Aber wir sind mit unseren 26 Bädern gut aufgestellt.“

Weitere Infos: Bäderland Hamburg
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