„Sieben Euro sind genug“

Anzeige
Gisela und Hans-Werner Türcke (74/75) leben seit fast 40 Jahren in ihrer Wohnung im César-Klein-Ring Foto: mt

Mieterverein spricht mit Gagfah über Mieterhöhung nach geplanter Sanierung

Steilshoop. Bei der angekündigten Sanierung der Gagfah-Häuser in Steilshoop (das Wochenblatt berichtete) fordert der Mieterverein eine Maximalmiete von sieben Euro pro Quadratmeter. Der Essener Wohnkonzern Gagfah will von den rund 180 betroffenen Mietern acht Euro.
Vorige Woche gab es ein erstes Gespräch mit zwei Gagfah-Mitarbeitern beim Mieterverein – eine davon übrigens die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Dorothee Martin (Wahlkreis Fuhlsbüttel-Alstertal-Langenhorn). Rolf Bosse vom Mieterverein: „Die beiden sagten, sie hätten die Planungen bis dato nicht begleitet und seien jetzt ganz neu bei Gagfah. Sie müssten sich erst einmal einarbeiten.“ Am 20. Mai ist ein weiteres Gespräch geplant. Streitpunkt ist die Frage, wie groß der Anteil an Modernisierung bei den angekündigten Arbeiten für rund 4,8 Millionen Euro ist. Der Mieterverein geht davon aus, dass es sich vor allem um nachgeholte Instandsetzung handelt, wenn Fassaden abgedichtet, Treppenhäuser gestrichen oder Fenster erneuert werden. „Unabhängig von der rechtlichen Bewertung ist eine Erhöhung, wie sie die Gagfah aktuell fordert, nicht vertretbar“, so Rechtsbeistand Bosse. Die Mieter müssten nicht in jedem Fall die angekündigten Maßnahmen dulden. Es sei also auch im Interesse der Gagfah, Gespräche zu führen. (sta)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige