Stapelfeld bald ohne Einkaufsladen?

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Farooq Hashemzada führt in Stapelfeld den Einkaufsladen. Foto: hfr
Stapelfeld. „Auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von Stapelfeld wurde über das Geschäft von Farooq Hashemzada gesprochen. Wir waren uns alle einig, dass die Gemeinde alles daran setzen sollte, den Einkaufsladen in der Ortsmitte zu erhalten. Unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen die Möglichkeit, den Einkauf der täglichen Dinge des Lebens vor Ort einkaufen zu können“, erklärte Bürgermeister Jürgen Westphal mit Nachdruck. „Von den rund 1.600 Einwohnern der Gemeinde Stapelfeld sind 515 von ihnen 60 Jahre alt und älter. Für etliche von ihnen würde es zum Problem werden, ihren Einkauf künftig nicht mehr vor der Haustür erledigen zu können“, fügte Westphal hinzu.
Nur von ihnen aber kann der Laden nicht existieren. Die jüngeren Stapelfelder kaufen nicht im Ort. Der Umsatz des Einkaufsladens ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. „Allein 40 Stammkunden, die bei mir regelmäßig ihre gesamten Einkäufe getätigt haben, habe ich verloren. Sie sind gestorben oder ins Altenheim gegangen“, berichtet der Ladenbesitzer. Für ihn ist jetzt eine Situation eingetreten, die ihn in eine finanzielle Enge gebracht hat. „Ich arbeite nur noch für die laufenden Kosten. Wenn sich das nicht ändert, muss ich aufgeben“, fügte er hinzu. Seit dem Jahre 2004 führt Farooq Hashemzada mit seiner Familie den Laden. In früheren Zeiten hat man zu einem solchen Geschäft „Tante Emma Laden“ gesagt. „Für das Leben einer dörflichen Gemeinschaft ist solch ein Laden lebenswichtig. Wir im benachbarten Stellau haben unseren Laden vor Jahren schon verloren und bedauern das sehr. Die Fahrt ins nahe Stapelfeld bleibt demjenigen von uns, der seinen Einkauf auf kurzem Weg erledigen will. Meine Familie würde es sehr bedauern, wenn der Laden in Stapelfeld nicht mehr ist“, erklärte Kirsten Lindner aus Stellau.
Dem Bürgermeister und den Ortspolitikern bleibt nur, an die Bürger zu appellieren. „Unser Appell für den Erhalt des Einkaufsladens ist ein Weckruf an alle Stapelfelder, unser tägliches Einkaufsverhalten zu überprüfen. Wir selbst haben es in der Hand, ob Stapelfeld auch künftig den einzigen Laden vor Ort behält“, betonte Bürgermeister Jürgen Westphal. (hfr)
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