Die Stadt und ihr Wasser

Wann? 22.02.2014 14:00 Uhr

Wo? Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, Kaltehofe-Hauptdeich 7, 20539 Hamburg DE
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Hamburg: Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe |

Vortrag über die Geschichte der Hamburger Wasserversorgung


In ihrem Vortrag „Die Stadt und ihr Wasser“ erläutert Silvia Hartel am 22. Februar 2014, von 14.00 – 16.00 Uhr, die historische Entwicklung der Hamburger Trinkwasserversorgung. Von den Anfängen der organisierten Wasserversorgung im 14. Jahrhundert, bis zur flächendeckenden Versorgung der Hansestadt mit sauberem Grundwasser musste dabei ein weiter Weg zurückgelegt werden, der nicht selten von unerwarteten Rückschlägen gesäumt war. Anhand von packenden Geschichten und zeitgenössischen Anekdoten schildert Hartel sowohl die historischen Meilen- als auch Stolpersteine im Wettlauf um sauberes Trinkwasser für Hamburg. Der Vortrag findet im Museum der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe statt.

Alsterwasser ist heute ein beliebtes Erfrischungsgetränk, aber war das immer so? 'Echtes' Wasser aus der Alster versorgte die Hamburger Bewohner mit Trinkwasser seit der Gründung der Stadt im 9. Jahrhundert. Aber bis zum 19. Jahrhundert war es endgültig ungenießbar geworden; die Hamburger riefen nach Elbwasser in den Leitungen. William Lindley beschaffte es ihnen und sorgte mit modernster Technik für die bequeme Lieferung direkt ins Haus. Doch der 'Beifang' in den Rohren, kleine Fische und Muscheln, trübte die Freude. Ein zeitgenössisches Spottgedicht benennt den damaligen Übelstand auf bissige Weise:
„Vom Tier im Hamburger Wasserrohr
Da kommen 16 Arten vor:
Ein Neunaug` Stichling und ein Aal
Drei Würmer leben in dem Strahl
Drei Muscheln und drei träge Schnecken
Sich mit der muntern Assel necken.
Ein Schwamm ein Moostier, ein Polyp,
Die dringen lustig durch das Sieb.
An toten Tieren kommen raus
Der Hund, die Katze und die Maus;
Noch nicht gefunden sind, Malheur,
Der Architekt und Ingenieur!“

Der Bau einer Filteranlage auf der Elbinsel Kaltehofe verbesserte zunächst die Qualität des Leitungswassers erheblich; gegen die zunehmende Verschmutzung der Elbe hatten die Sandfilter auf Dauer jedoch keine Chance. Die Alternative hieß Grundwasser, die Quelle, auf die Hamburgs Trinkwasserversorgung seit 1964 allein zurückgreift.
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