Ausstellung: Buchumschläge als Kunstobjekt

Nächster Termin: 10.02.2017 bis 28.03.2017

Wo? Steintorplatz, Steintorpl., 20099 Hamburg DE
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Die schönsten Exemplare zeigt die Ausstellung in einer Vitrine mit historischen Büchern Foto: Hörmann
Hamburg: Steintorplatz |

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt die Entwicklung der Buchcover

Von Stefanie Hörmann
Hamburg
Das E-Book ist ein praktisches Ding, doch wahre Buchliebhaber vermissen das gute Gefühl, ein richtiges Buch in der Hand zu haben und darin zu blättern. Bücher sind, unabhängig vom Inhalt, oft selbst kleine Kunstwerke. Grafiker gestalten mit viel Liebe zum Detail den Titel. Das Museum für Kunst und Gewerbe widmet dem Buchumschlag sogar eine eigene Ausstellung. Noch bis zum 26. Februar zeigt die Schau „Schützen – werben – Neugier wecken. Buchumschläge“ mehr als 400 Buchcover. Ganz spannend: Die Aufmachung für Bücher, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon 550 Jahre werden Bücher gedruckt, aber rund 400 Jahre lang kannte man den Buchumschlag nicht. Es war üblich, dass der Käufer das Buch selbst binden ließ, historische Bibliotheken beeindrucken deshalb oft mit herrlichen Ledereinbänden. 1896 brachte der Münchner Albert Langen Verlag eine Buchreihe mit farbig illustrierten Umschlägen auf den Markt und präsentierte sie in eigens angefertigten Schaukästen. Danach dauerte es nur noch wenige Jahre, bis sich der farbige Umschlag auf dem Markt durchsetzte und zur begehrten Aufgabe für Grafiker entwickelte. In der Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe sind sehr alte Bücher zu sehen, die wie Schmuckstücke in Vitrinen liegen. Der Spaziergang durch die kleine Schau zeigt die historische Entwicklung anhand von Beispielen, darunter Buchumschläge aus dem Jugendstil, aktuellere Illustrationen für Romane, Kinderbücher oder auch für politische Bücher. (sh)

„Schützen – werben – Neugier wecken. Buchumschläge“: bis 26. Februar, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Eintritt: 12 Euro, Donnerstag ab 17 Uhr: 8 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei. Weitere Infos: Museum für Kunst und Gewerbe
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