Bilder der Mode

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Der Traum vieler Frauen: Ein Schuh von Roger Vivier. Die Mode-Illustration aus dem Jahr 2009 stammt von Francois Berthoud Repro: Hörmann

Museum zeigt Werke aus 100 Jahren

City Mit wenigen Strichen die Essenz einer neuen Kollektion oder eines neuen Modetrends zu erfassen, das ist die Aufgabe der Modeillustratoren, jener Zeichner, die für die Hochglanzmagazine wie „Vogue“ und „Harper´s Bazaar“ grafische Kunstwerke schaffen.
Gemeint sind nicht die Entwurfszeichnungen von Karl Lagerfeld und Co., mit denen die Designer ein neues Kleid skizzieren, gern an einer Frau mit kleinem Hund an der Leine als dekorativer Zugabe, sondern Modezeichnungen, die den Trend interpretieren – und im gelungen Fall über das gezeichnete Kleidungsstück hinausweisen.
Diese Bilder haben eine eigene Ästhetik und öffnen den Blick des Betrachters für die Schönheit der dargestellten Mode. 170 solcher Arbeiten verschieder Mode-Illustratoren zeigt die Ausstellung „Bilder der Mode. Meisterwerke aus 100 Jahren“ im Museum für Kunst und Gewerbe. Die Kunstwerke stammen aus dem Besitz der Münchner Galeristin und Sammlerin Joelle Chariau, sie vermitteln eine Vorstellung vom Wesen der Modezeichnung und ihrer historischen Entwicklung.
Herausragend wie die Mode sind die Zeichner!
Jedes Jahrzehnt ist durch herausragende Zeichner repräsentiert, darunter René Gruau (1909 – 2004), der mit seinem Stil die Modeillustration der 1950er Jahre geprägt hat, oder Antonio Lopez (1943 – 1987), erfolgreich seit den sechziger bis in die 80er Jahre. Ganz aktuell sind die Arbeiten des Schweden Mats Gustafson und des Schweizers Francois Berthoud. Während Gustafson traditionell mit Wasserfarben arbeitet, zeigt Berthoud technisch bearbeitete Fotos. Er hat sich auf die Monotypie spezialisiert, den einmaligen Abdruck einer zuvor mit Ölfarben bearbeiteten Platte – eine schwierige Technik, mit der der Künstler sehr ungewöhnliche und ausdrucksstarke Bilder hervorbringt. (sh)
Ausstellung noch bis 3. Mai, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 17 Jahre frei
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