Das Ende der Nüchternheit

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Das Nachtasyl als Gärkübel: Bar und Theater, die Grenzen sind flüssig. Foto: hfr

Ein Theater-Bar-Spektakel über das neue deutsche Wohlfühlklima

City. Für die Berliner „Weinkörper“ ist die Bar die perfekte Bühne für die Dekonstruktion unserer Alltagsmythen. Die Weinbar ist gut bestückt; der erste Schluck weckt das Bewusstsein, mineralreiches Mini-Theater auf der Zunge, und plötzlich wird der Raum zur Bühne: Schauspieler behaupten, Wein zu sein. In energiegeladenen, rau skizzierten Szenen und fröhlichen Diskurskaskaden nähern sie sich unserer Gesellschaft, folgen dem Mythos, der im Weinfest den Grund des Theater sieht, durchlaufen als gezüchtete Pflanzen die europäische Kulturgeschichte, sind Zwitterwesen und modernes Lifestyle-Produkt, behaupten sich als Charakterdarsteller im Theater der Märkte, werden zum Stoff für Rausch und Etikette. Wein wird zur flüssigen Projektionsfläche für eine groteske Spiegelung unserer Gesellschaft, zum Impuls für Schauspieler und Musiker, zu Provokation und Verführung der Gäste. Geschmack und Diskurs bilden den Auftakt des Gelages. (hfr)

Freitag 22. Februar, Nachtasyl, Thalia-Theater, 20.30 Uhr, ab 21.45 offene Weinbar bei freiem Eintritt. Tickets: tickets sowie an der Abendkasse.
Eintritt: 10, erm. 8 Euro Freitag 22. März, Nachtasyl, Thalia-Theater, Das Ende der Nüchternheit 2, ein Osterritual für Hedonisten, Hasen, Gentrifizierungskritiker und Weine.


„Weinkörper“ sind Theatermacher aus Berlin. In ungewöhn- lichen Aufführungssituationen schaffen sie Abende aus Reflexion und Hedonismus. Jetzt produzieren sie zum ersten Mal für das Nachtasyl.
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