Das Italien-Bild in der Romantik

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Besonders gern malte Franz Ludwig Catel Ausblicke aus einer Grotte, aus einem Zimmer oder einem Kreuzgang Repro: sh

Kunsthalle zeigt Werkschau von Franz Ludwig Catel

City Schon den deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zog es magisch nach Italien – und mit ihm ganze Heerscharen von Künstlern. Im 18. und 19. Jahrhundert, als Reisen noch ein Zeitvertreib für eine ganz kleine Schicht war, galt Italien als das Land der Sehnsucht, der Antike, ein vermeintlicher Ort der Sorg- und Zeitlosigkeit. Aus dieser Epoche stammen die Bilder des Malers Franz Ludwig Catel (1778 – 1856), die in der Kunsthalle in einer großen Werkschau zu sehen sind.

Stimmungsvoll


Catels Ansichten von Rom und seine stimmungsvollen Ausblicke auf Neapel, den Vesuv, die Amalfi-Küste und Sizilien sind opulent und einfach wunderschön anzuschauen. Der Deutsche zog 1811 nach Rom und wurde dort zu einem wichtigen Mitglied der deutsch-römischen Künstlergemeinschaft – mit einer internationalen Fan-Gemeinde. Schon zu Lebzeiten verkaufte Catel Bilder an das preußische Königshaus, den russischen Zaren und auch König Ludwig von Bayern. Seine romantischen Landschaften und Genreszenen aus dem italienischen Volk trafen genau den Zeitgeschmack, außerdem malte er romantische Darstellungen von Rittern und Mönchen, die er mit wilden Landschaften oder einem Kreuzgang kombiniert.
Ganz besonders liebte Catel den Ausblick aus einem geöffneten Raum oder einer Grotte auf eine von Licht durchflutete Szenerie. Dieses Motiv findet sich immer wieder in der mit 230 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und druckgraphischen Werken sehr umfangreichen Werkschau in der Hamburger Kunsthalle. Darunter sind auch zahlreiche Bilder, die erst in jüngerer Zeit wiedergefunden worden sind und der Forschung bislang unbekannt waren. (sh)

Noch bis 31. Januar, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstagbis 21 Uhr, Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart, Glockengießerwall. Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
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