Friedrichsen vom Feinsten

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Opa (Uwe Friedrichsen, r.) lässt sich´s gut bei bei Bauer Fiesebarg (Frank Grupe), der den Senior beerben möchte.Foto: Maike Kollenrott

„Opa warrt verköfft“ am Ohnsorg Theater

St. Georg. Opa ist eine Plage. Der Schwiegervater von Bauer Kulenkamp macht alles kaputt, ärgert das Hofpersonal und lacht sich darauf einen.
Und weil Hannes Kulenkamp Geldsorgen hat, willigt er ein, als sein Nachbar Fiesebarg ihm ein ungewöhnliches Angebot macht. Der gerissene Großbauer kauft dem klammen Nachbarn den Großvater für 1000 Mark ab, ist ihm doch zu Ohren gekommen, dass Opa zwei Häuser besitzt.
Dieser kuriose Deal steht im Mittelpunkt von Franz Streichers Schwank „Opa warrt verköfft“, mit dem das Ohnsorg Theater die Saison 2012/13 eröffnete. Das Stück des Österreichers ist in vielen Dialekten ein Hit. 1939 übertrug es Richard Ohnsorg ins Plattdeutsche. Seitdem feiert es an dem nach ihm benannten Theater immer wieder Erfolge, unter anderem 1961 mit Henry Vahl in der Titelrolle.
Nun verkörpert Uwe Friedrichsen den pfiffigen Senior, der sich gern verhökern läßt, müssen sich Fiesebarg und seine Frau doch aufopferungsvoll um ihn kümmern, denn die wollen ihn schließlich beerben. So nebenbei arrangiert Opa außerdem noch die Ehe zwischen seinem Enkel Schorsch mit Fiesebargs Tochter Eva. Doch besitzt Opa überhaupt zwei schöne Anwesen? Um diese Frage hat der routinierte Autor einige überraschende Wendungen in sein Stück eingebaut, die für viel Hektik und Aufregung auf der Bühne sorgen.
In der Regie von Ohnsorg-Routinier Wilfried Dziallas brilliert Uwe Friedrichsen mit Lausbubenschalk, Wortwitz und durchtriebener Pfiffigkeit. Eine Idealbesetzung für den berühmten Opa. Klasse auch Frank Grupe als richtig oberfieser Fiesebarg, immer am Rande der Karikatur. Aber in dieser aberwitzigen Geschichte passt es. „Opa warrt veköfft“ wird noch bis zum 6. Oktober im Ohnsorg Theater, Heidi-Kabel-Platz 1, gespielt. (ch)
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