Lagerfelds Lichtbilder in Hamburg

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Designer Karl Lagerfeld zeigt in der Hamburger Kunsthalle Fotos von Models in antiken Posen. Fotos: Karl Lagerfeld

Designerschau als Auftakt zu Kunsthallen-Spitzenprogramm

Hamburg. „Glücklich ist derjenige, den die Musen lieben“, schreibt der griechische Dichter Hesiod. Die Musen, das sind nach antiker Vorstellung Inspirationsquellen für die schöpferische Tätigkeit des Künstlers. Von der Muse geküsst wurde Mode-Zar Karl Lagerfeld, und zwar gleich mehrfach. Er ist nicht nur der Schöpfer genialer Kleidungsstücke, sondern macht auch hervorragende Fotos. Und ab Freitag, 21. Febrar, werden Arbeiten des Designers sogar Seite an Seite mit Gemälden von Anselm Feuerbach in der Hamburger Kunsthalle hängen, einem der bedeutendsten deutschen Malter des 19. Jahrhunderts.
Die Doppel-Ausstellung ist eines von mehreren Highlights im Kunsthallen-Programm für 2014. Feuerbach und Lagerfeld widmen sich beide der Darstellung von Schönheit, Lagerfeld schuf die 60 gezeigten Fotos speziell für die Ausstellung in der Kunsthalle. Sein Bilderzyklus „Moderne Mythologie“ setzt einen antiken Liebesroman, die Geschichte von Daphnis und Chloe, mit Models in Szene, die sonst seine Kleider vorführen.
Im März geht es in der Kunsthalle romantisch weiter. Die Ausstellung „Verwandlung der Welt“ zeigt 150 Gemälde mit besonders schönen Arabesken, den verschlungenen Jugendstil-Ornamenten, aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Darunter sind Werke von Philipp Otto Runge (1777 – 1810), Moritz von Schwind (1804 – 1871) und Adolph Menzel (1815 – 1905). Im Mai lockt wieder eine interessante Doppel-Ausstellung: „C´est la vie“ zeigt die beiden großen französischen Lithographen des 19. Jahrhunderts Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) und Honoré Daumier (1808 – 1879). Die Plakate mit Bildern aus dem Paris der Jahrhundertwende werden sicher viele Besucher anlocken, zumal sich bei Toulouse-Lautrec 2014 auch der 150.Geburtstag jährt. Der Höhepunkt im Herbst 2014 wird die Ausstellung mit Stillleben von Max Beckmann (1884 – 1950). Ab September zeigt die Kunsthalle 80 Gemälde und einige Aquarelle mit Früchten, Muscheln, Meerestieren und Blumen. Der Künstler, der sonst eher für seine Selbstporträts und Figurendarstellungen bekannt ist, zeigt in seinen Stillleben auf eindrucksvolle Weise die Vergänglichkeit des Daseins – passend im Herbst und ganz sicher wieder ein guter Anlass für einen Besuch der Hamburger Kunsthalle. (sh)

„Feuerbachs Musen – Lagerfeld Models“ ab 21. Februar, „Verwandlung der Welt“ ab 21. März, „C´est la vie. Das Paris von Daumier und Toulouse Lautrec“ ab 16. Mai, „Max Beckmann. Die Stillleben“ ab 5. September, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro
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