Neues Museum für Bach, Telemann & Co.

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Kultursenatorin Barbara Kisseler (Mitte) sowie Rita Strate und Olaf Kirsch vom Vorstand des Vereins Komponisten-Quartier Hamburg eröffneten das neue Museum für Teleman, Carl Philipp Emanuel Bach und Hasse Foto: Hanke

Peterstraße: Komponisten-Quartier wächst. Auch Ausstellungen für Mahler und Mendelssohn geplant

Neustadt Das Komponisten-Quartier in der Peterstraße ist um ein Museum reicher. Kürzlich wurden die 200 Quadratmeter großen Ausstellungsräume für Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolf Hasse, drei Komponisten des Spätbarocks, die in Hamburg wirkten, im Beisein von Kultursenatorin Barbara Kisseler eröffnet. Eine riesige Karte vom Hamburg im 18. Jahrhundert zeigt gleich zu Beginn der Ausstellung die Wirkungs- und Wohnorte der drei Komponisten, die damals Hamburgs Ruf als bedeutende Musikstadt begründeten. „Wer in der Musik etwas Außerordentliches hören wollte, kam nach Hamburg“, schrieb der Musikgelehrte Friedrich Chrysander später über diese Zeit. Historische Objekte, Rauminszenierungen, Instrumente, Entwürfe zu Bühnenbildern, originiale Libretti und Noten sowie Briefe informieren über das Wirken von Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Hasse. Natürlich ist auch ihre Musik zu hören. Hörbänke bieten Klangbeispiele, Features und Videoclips.
Rund 800.000 Euro hat das neue Museum gekostet. Die Carl-Toepfer-Stiftung, die Hermann Reemtsmaa Stiftung und der Unternehmer Hellmut Wempe haben diese Summe zum größten Teil aufgebracht. Die Kulturbehörde beteiligte sich mit 30.000 Euro und das Bezirksamt Hamburg-Mitte mit 50.000 Euro an den Kosten. „Mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des KomponistenQuartiers ist ein wichtiger Schritt getan, die ältere Musikgeschichte Hamburgs und damit die Herkunft der Musikstadt Hamburg mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“, sagte Barabra Kisseler in ihrer Eröffnungsansprache. Das Komponisten-Quartier ist mit dieser Eröffnung aber noch nicht fertiggestellt. In einem zweiten Bauabschnitt sollen die Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, seine Schwester Fanny Mendelssohn und Gustav Mahler ein Museum bekommen. Dafür werden noch einmal rund 800.000 Euro benötigt. (ch)

Museum für Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Hasse, Peterstr. 39, geöffnet Di. bis So. 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 5 (3) Euro
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