Angebot für Flüchtlinge endet

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400 Schlafplätze pro Nacht gab es an den drei Standorten für Transitflüchtlinge. Jetzt werden sie zum Ende des Monats geschlossen, weil die Nachfrage extrem zurückgegangen ist Foto: Grell

Die Nachfrage nach Unterkünften ist extrem zurückgegangen

St. Georg Zum 31. März werden wie geplant die beiden Unterkünfte für Transitflüchtlinge an der Neuen Burg und in der Danziger Straße geschlossen. Die Kooperationspartner, der Evangelisch Lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost, der Caritasverband und das Erzbistum reagieren damit auf die aktuelle Entwicklung. Aufgrund der Schließung innereuropäischer Grenzen machen kaum noch weiterreisende Flüchtlinge in Hamburg Station. „Humanitärer Hilfe bedarf es in der aktuellen Form an diesen drei Standorten nicht mehr“, bestätigt auch Timo Spiewak vom Caritasverband in der Danziger Straße.

Viel Engagement


Ins Leben gerufen wurde die spontane Hilfsaktion, als im vergangenen Herbst immer mehr Menschen am Hauptbahnhof ankamen und dringend Unterstützung für eine Nacht brauchten. „Da war uns sofort klar, dass wir im Bündnis schneller und besser helfen können“, erklärt Pröpstin Isa Lübbers. „Unser ganz besonderer Dank gilt aber den zahlreichen freiwilligen Helfern, die Nacht für Nacht für die Transitflüchtlinge da waren und sich engagierten“, so Pastor Norbert Bezikofer, der Caritas-Flüchtlingsseelsorger. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres wurden an den drei Standorten über 20.000 Flüchtlinge betreut, denen für eine Nacht Erholung, Nahrung und Duschen angeboten wurden, bevor sie weiter nach Skandinavien reisten. Möglich wurde das, laut Caritas, durch den Einsatz von 750 freiwilligen Helfern, die in über 800 Schichten und 10.500 Stunden mitgeholfen hätten. Der Paritätische Verein in Hamburg wird die Tagesstätte für Transitflüchtlinge im Bieber-Haus vorläufig weiter betreiben und die Entwicklungen an den Grenzen abwarten. Spätestens Ende August, wenn der Nutzungsvertrag mit dem Eigentümer endet, wird aber auch diese Anlaufstelle geschlossen. (kg)
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