Auf der Baustelle Berliner Tor arbeiten echte Macher

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Der Verkehr geht weiter: täglich passieren 900 Züge das Berliner Tor; neben automatischen Sirenen geben Sicherungsposten bei Zugannäherung Signal Foto: tel

Beruf Bauüberwacher: spannend, gut bezahlt und mit Perspektive

St. Georg Alle paar Minuten erklingt der durchdringende Ton der automatischen Signalhörner: Ein Zug nähert sich der Großbaustelle Berliner Tor, wo sich die S-Bahnstrecken nach Aumühle und Poppenbüttel ebenso verzweigen wie die Fernbahnstrecken nach Berlin und Lübeck. Die Brückenbauwerke stammen noch aus „grauen Vorzeiten“, sind teilweise mehr als 110 Jahre alt und müssen ausgewechselt werden. Das Ganze geschieht bei (fast) vollem Betrieb – bis zu 900 S-, Regional- und Fernzüge passieren den Bahnknoten täglich. Rund 90 Mio. Euro investiert die Deutsche Bahn am Berliner Tor. Für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten unter „rollendem Rad“ ist der Bauüberwacher verantwortlich: Diplom-Ingenieur Thomas Zorn (50). Er ist verantwortlich für die Einhaltung von Kosten, Terminen, Qualität, Arbeits- und Umweltschutz sowie die Betriebssicherheit. Wenn's hakt, fliegen schon mal die Fetzen zwischen Arbeitern, Polieren, Subunternehmern. Zorn muss mit allen „können“, auch mal als Diplomat auftreten, um Differenzen zu schlichten und die Marschrichtung vorzugeben. Ihm zur Seite steht der Wahl-Hamburger David Salifu (33), in Bremerhaven geboren, Vater Ghanaer. Der studierte Bauingenieur ist im August mit seiner zweijährigen Zusatzausbildung zum Bauüberwacher bei der „DB Engeneering & Consulting“ („DB E & C“) fertig. „Der Bauüberwacher ist ein spannender Beruf. Und gut bezahlt: Schon Berufsanfänger verdienen mindestens 3.000 Euro im Monat", berichtet Melike Günzel (48), Leiterin der Bauüberwachungszentrale Hamburg und Chefin von Zorn und Salifu. Die Bahn-Tochter DB E & C (4.000 Mitarbeiter aus 66 Nationen), heute eine der weltweit führenden Ingenieur- und Beratungsunternehmen für Planung und Bauüberwachung von Verkehrsprojekten, hat einen riesigen Bedarf an Bauüberwachern. Nicht nur auf der Baustelle am Berliner Tor wird er benötigt. Auch bei der Betriebsüberwachung der Metro im Saudi-Arabischen Mekka, der Projektierung der Metro in Kochi (Indien) oder der Instandhaltung chinesischer Hochgeschwindigkeitsstrecken findet man die „E & C“-Spezialisten. Aber auch in der norddeutschen Region gibt es genug zu tun: So steht die Planung des neuen Altonaer Bahnhofs am Diebsteich, die Schienenanbindung der Fehmarnbelt-Querung, die S 4 nach Bad Oldesloe – faszinierende Großprojekte, für die die Bahn weiterhin Bauüberwacher-Nachwuchs sucht. (tel)
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