Auszeichnung für soziales Engagement

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Quartett mit Schauspieler: Anne-Monika von Twardowski (v.l.), Sonja Lena Schmidt, Volker Lechtenbrink, Angelika Bachmann, Iris Siegfried Foto: Gehm

Salut Salon sind jetzt Ehren-Alster-Schleusenwärterinnen

Hamburg. Sie lachen. Auf dem Steg, beim Fotografieren, im Interview. Unüberhörbar, fröhlich, ziemlich oft. Ihr ansteckendes Lachen ist zum Markenzeichen geworden. Grund genug hat das kammermusikalische Frauen-Quartett „Salut Salon“, das seit 2002 mit gemeinsamen Auftritten Erfolgsgeschichte schreibt, allemal. Als eines der bekanntesten und originellsten musikalischen Ensembles Hamburgs, das in seinen Programmen eine virtuose Mischung aus Klassik, Jazz, Pop und Comedy bietet, werden sie mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft.

Engagiertes Gesamtpaket

Wie am 3. Juli, als sie zu Ehren-Alster-Schleusenwärterinnen ernannt wurden – als Gesamtpaket. Und sie können auch ernst. Gebannt lauschen die Gäste im „Alex“ am Jungfernstieg einer Probe ihres Könnens: Verano Porteño von Astor Piazzolla, ein temperamentvolles, hinreißendes Stück, akustisches Spiegelbild des attraktiven Quartetts.
Den Ausschlag für die Ehrung gab das Engagement für mehrere soziale Projekte, wie die Patenschaft für eine Musikschule im Armenviertel von Viña del Mar in Chile. Oder das Projekt „The YoungClassX“ unter der Schirmherrschaft von Dr. Michael Otto, mit dem Hamburger Kinder an die Klassik heranführt werden. Mit Benefizkonzerten und Spendenaufrufen nach den Auftritten konnte das Quartett bereits eine halbe Million Euro für soziale Projekte sammeln, für Kinder, die normalerweise keine Chance haben. Seit 23 Jahren machen sich bereits die beiden Geigerinnen von Salut Salon stark für Kinder und Jugendliche und erhielten dafür 2011 das Bundesverdienstkreuz. Später stießen die gebürtige Südafrikanerin Anna-Monika von Twardowski und Sonja Lena Schmid aus Tübingen dazu.

Musik hat die Kraft, etwas zu bewegen

Engagiert hatten sich Bachmann und Siegfried schon zuvor. 1992 gründeten sie ein eigenes Kinder- und Jugendorchester, die „Coolen Streicher“. Die musikpädagogische Idee: Kinder, die ein Instrument lernen, sollen so schnell wie möglich mit anderen musizieren. Das Projekt ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten einen gratis Zugang zur Musik. In der Otto Group stieß die Initiative beim Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Michael Otto und Alexander Birken (Vorstandsmitglied) auf Begeisterung. Mit weiteren Partnern wurde das nachhaltige Music-Education-Projekt für Hamburg entwickelt: The Young ClassX.
„Musik hat die Kraft, etwas zu bewegen. Über 10.000 Hamburger Kinder singen in Chören, lernen Instrumente, fahren zu Konzerten“, weiß Iris Siegfried. „Viele Schüler sagen, die Chorprobe sei die schönste Stunde in der Woche. Auch die Aggression auf den Schulhöfen ist dadurch deutlich zurückgegangen“, freut sich Dr. Michael Otto. An 65 Schulen wurde das Modell bereits eingeführt, jedes Jahr kommen drei bis vier weitere Schulen hinzu. Der sozial stark engagierte Unternehmer weiß, wovon er spricht: „Als Jugendlicher habe ich Banjo in einer Jazzband gespielt. Wir waren nicht die besten, aber es hat Freude gemacht.“
„Mit ihrer Musik und ihrem sozialen Engagement hat Salut Salon die Schleusen für die Hansestadt weit geöffnet“, betont „Comitee“-Mitglied Jens Wrage, Ex-Hadag-Chef und neuer Vorstand der Hamburger Tafel.

Soziales Engagement selbst im Urlaub

„Wir finden die Auszeichnung total toll“, sagen die charmanten Hamburg-Botschafterinnen. „Mittenmang zu sein zwischen all den bekannten Ehren-Mitgliedern, die so wichtige Projekte gemacht haben. Es bedeutet auch eine große Anerkennung für die eigene Arbeit“. Die Bachmann selbst im Urlaub nicht ruhen lässt: „Ich werde im Kosovo ein Projekt der Kindernothilfe besuchen.“ (geh)
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