„Betonkrebs“ frisst Brücken

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Die viel befahrene Kreuzung An der Alster / Schwanenwik / Sechslingspforte soll im Zuge eines Brückenneubaus umgestaltet werden. Auch die Grünflächen werden einbezogen Foto: Hanke

Hohenfelde: Sanierung und neues Verkehrswegekonzept

Hohenfelde. Die Hohenfelder Brücken müssen saniert werden (das WochenBlatt berichtete). Aber das wird keine Kleinigkeit. Diese Brücken über den Zufluss zur Hohenfelder Bucht werden von einer der meist befahrenen Ausfallstraßen überquert, dem Straßenzug An der Alster - Schwanenwik / Mundsburger Damm (rund 52.000 Autos täglich), Verkehr, der kaum problemlos umzuleiten ist. Außerdem hat die Verkehrsbehörde mehr vor, als nur die anstehende Sanierung der Ende der 1950er- Jahre erbauten Brücken. Sie nimmt die Erneuerung zum Anlass, sich die gesamte Kreuzung anzusehen, mit dem Ziel, die Brücken neu zu bauen und Verkehrswege und -beziehungen neu zu überdenken. „Wir planen ein neues Gesamtkonzept für die ganze Kreuzung. Wir wollen das Richtige für alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen“, berichtet Anabel Schnepf vom Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer.
Gesamtkonzept
Auch die Grünflächen an der nahegelegenen Außenalster werden miteinbezogen. Ebenso der Fußgängertunnel unter der Sechslingspforte, auf dessen Schäden der Hohenfelder Bürgerverein bereits aufmerksam gemacht hatte. Alle mit der Kreuzung befassten oder von ihr betroffenen Institutionen werden befragt. Im Mittelpunkt stehen aber die vier Brücken über die Hohenfelder Bucht und einen Fußgängertunnel. Weil der ganze Kreuzungsbereich erneuert werden soll, werden auch die Brücken nicht nur saniert, sondern neu gebaut. Die „Gründung“ dieser Brücken und damit die Standfestigkeit ist zwar nicht gefährdet, aber da viel an ihnen zu tun ist, macht es Sinn, sie gleich nach neuster Bautechnik neu zu errichten. Die Brücken leiden an „Betonkrebs“.
Wasser dringt ein
Durch das Eindringen von chloridhaltigem Wasser in den Beton kommt es zur Korrosion. Die Folge sind Risse, Abplatzungen und Ausblühungen. „Die Brücken sind schon lange nicht angefasst worden“, erzählt Anabel Schnepf. Daher werden sie nun um so gründlicher betrachtet. Mindestens ein halbes Jahr werden die mit den Brücken sowie der Kreuzung und ihrem Umfeld befassten Institutionen noch planen, bevor der erste Bagger rollt. „Wir wollen nicht nur Brücken erneuern, sondern auch eine gestalterische Komponente mit ins Spiel bringen, vieles hübscher machen“, betont Anabel Schnepf. Eine Kreuzung solle schöner und sinnvoller gestaltet werden. Das brauche Zeit. (ch)
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