Central Park bleibt Vision

Anzeige
Und auch dies Gebäude der Telekom steht einem Park im Weg

Fraktionen sehen Parkraum-,Verkehrs- und Finanzprobleme

Von Christian Hanke
St. Georg. Ein breiter Grünstreifen verläuft vom ZOB fast bis zum Berliner Tor. Friedliche Idylle gleich hinterm Hauptbahnhof. Diese Vision verfolgt der Bürgerverein St. Georg (das WochenBlatt berichtete). Ein Anblick fast wie im 19. Jahrhundert, als hinter dem Steintor das ländliche, wenig bebaute St. Georg begann. Auch für alle Fraktionen der Bezirksversammlung Mitte ist der seit Jahren diskutierte „Central Park“ eine schöne Idee. Jedoch: Nahezu alle Statements der Fraktionen beinhalten ein deutliches „Aber“. Denn dem „Central Park“, den sich der Bürgerverein zwischen den beiden großen Verbindungsstraßen vom Hauptbahnhof bis zum Berliner Tor, der Adenauer- und der Kurt-Schumacher-Allee, vorstellt, steht so einiges im Weg. Es sind vor allem Parkplätze sowie ein Gebäude der Telekom am Nagelsweg, dort, wo sich die Adenauer- und die Kurt-Schumacher-Allee miteinander vereinen. Die Nutzungsverträge für diese Hindernisse und mangelnde finanzielle Möglichkeiten des Bezirksamts stehen einer ernsthaften Verfolgung des Central-Park-Plans im Wege, findet Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Eine komplette Sperrung der Adenauerallee, die im Zusammenhang mit diesem Plan erwogen wurde, hält selbst der Grüne Osterburg für schwierig. Jörn Frommann, der Fraktionsvorsitzende der CDU befürchtet eine „zu starke Verbrämung“ einer solchen zentralen Grünanlage, die ja von ZOB, Hauptbahnhof und allgemeinem Stadtlärm umgeben wäre. „Was nützt ein Park, der keine Aufenthaltsqualität hat?“, fragt sich Frommann. Der Wegfall der Parkplätze würde außerdem die Parknot in diesem Bereich erheblich verschärfen. Dennoch wertet er die Planung als „interessanten Gedanken“. Bernhard Stieg-Leipnitz von den Linken findet, dass die Central-Park-Vision „sympathische Züge“ hat. Er sieht aber auch „eine große Menge Hindernisse“. Der laufende Verkehr rund um diesen Park müsste eingeschränkt werden. Außerdem seien die besagten Fläche auch als Erweiterung für den ZOB vorgesehen. Für alle Kommunalpolitiker, die sich mit diesem Thema beschäftigen, hat der „Central Park“ deshalb keine Priorität.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige