„Central Park für St. Georg geplant“

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Martin Streb ist Vorsitzender des Bürgervereins St. Georg

Martin Streb vom Bürgerverein im WochenBlatt-Interview

St. Georg. Sie verstehen sich als Anwälte der Nachbarn: die Mitglieder des Bürgervereins St. Georg. Seit mehr als 130 Jahren bringt er sich in die Geschicke des Stadtteils ein. In der vergangenen Ausgabe erhob der Erste Vorsitzende Martin Streb die Forderung nach einem Raum für Trinker. Lesen Sie heute, wie Streb den Hauptbahnhof und sein Umfeld gestalten würde.

WB: Stellt der Hauptbahnhof für Sie ein Problem dar?
Streb: Oh ja, der Hauptbahnhof könnte an allen Seiten besser gestaltet werden. Der Hachmannplatz wird als Taxiplatz missbraucht. Das ist ein Unding. Man könnte einen kleinen Taxiplatz einrichten, bei dem die Taxis auf Zuruf nachrücken. Das reicht aus. Der Heidi-Kabel-Platz ist richtig lächerlich. Schrecklich ist auch die Situation am Südsteg des Hauptbahnhofs und auf der davorliegenden Steintorbrücke. Es gibt Pläne der Deutschen Bahn, diese Brücke zum Hauptbahnhof zu öffnen, so dass die Läden und Bistros des Südstegs einen Eingang zu dieser Brücke hätten, die für den Autoverkehr geschlossen werden sollte. Das ist baulich aber schwierig. Besser ist die Lage des Nordstegs. Das ist eine schöne Halle. Auch die Öffnung nach außen wäre hier viel leichter. Die Restaurants im Hautbahnhof bräuchten nur ihre Fenster öffnen, und schon hätten die Gäste einen wunderschönen Blick bis zur Alster. Jetzt stehen vor dem Nordsteg Müllcontainer und die Angestellten haben hier Parkplätze. Der Platz zur Innenstadt hin ist einfach leer bis auf einen Parkplatz für Autovermieter. Diese Situation sehen wir nicht ein. Dazu sollten sich Architekten und Stadtplaner mal etwas einfallen lassen.

WB: St. Georg hat wenige Grünflächen. Immerhin wurde der Lohmühlenpark weiterentwickelt bis in die Straße Berliner Tor. Gibt es mehr Möglichkeiten?
Streb: Der Lohmühlenpark ist wirklich eine tolle Sache, soll Teil einer Achse von der Alster zur Elbe werden. Er wird gut angenommen. Aber es gibt noch ein Fernziel: einen Grünzug zwischen Adenauer- und Kurt-Schumacher-Allee. Dazu exisitieren Planungen unter dem Namen „Central Park“. Eine Variante beinhaltet die Schließung der Adenauerallee als Straße. Der ganze Verkehr würde über die Altmannbrücke und die Kurt-Schumacher-Allee laufen. So können wir unsere Grünbilanz verbessern.

WB: Was liegt Ihnen außerdem in St. Georg am Herzen?
Streb: Die Einrichtung eines Integrativen Familienzentrums im ehemaligen Jugendhaus an der Rostocker Straße und der Bau einer Turnhalle. (ch)
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