Das Herz der City wird schöner

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Der Adolphsplatz erhält deutlich mehr PlatzcharakterFotos (2): Handelskammer

Nikolai-Quartier: Grundeigentümer investieren 9,4 Milllionen Euro

City. In diesem Jahr wird mit den Bauarbeiten für den größten BID (Business Improvement District) Europas mitten im Herzen Hamburgs begonnen. Auf einer Fläche von 14 Hektar wird sich der BID Nikolai-Quartier zwischen Rathaus und Rödingsmarkt erstrecken. Kürzlich erhielt der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Andy Grote, aus den Händen von Professor Hans-Jörg Schmidt-Trenz, dem Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg und von Stefan Wulff, dem Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung, den offiziellen Antrag zur Einrichtung des BID Nikolai-Quartier.

Plan übergeben

„Ich freue mich, dass nun das Herz der Hamburger Innenstadt endlich wieder ein attraktives Erscheinungsbild bekommen wird“, sagte Schmidt-Trenz, der auch Vorsitzender der Lenkungsgruppe der Initiative ist, bei der symbolischen Übergabe des Maßnahmen- und Finanzierungsplans. Das Herz der City ist nämlich nicht nur Mönckebergstraße und Rathausmarkt. Es reicht von dort Richtung Westen über die Große Johannisstraße und den Großen Burstah bis zum Rödingsmarkt. Hierhin verirren sich derzeit aber selten kauffreudige Hamburger oder gar Touristen. Um das zu ändern, will die Initiative BID Nikolai-Quartier, in der sich Geschäftsleute und Grundeigentümer des Viertels zusammengeschlossen haben, das Viertel um diese beiden Hauptstraßen, einige Nebenstraßen und den Adophsplatz und den Alten Wall attraktiver gestalten.

Plätze neu gestaltet

Mit einem privaten Finanzvolumen von rund 9,4 Millionen Euro sollen Plätze und Bürgersteige neu gestaltet, Bäume gepflanzt und die Stadtmöblierung erneuert werden. Der Ausgangspunkt für die Bildung des BID Nikolai-Quartier war der Adolphsplatz, für den 2004 ein Wettbewerb zur Neugestaltung durchgeführt wurde. Die Platzfläche und die Bürgersteige sollen neu angelegt werden. Parkplätze werden wegfallen. Die Busse werden künftig nicht mehr über den Adolphsplatz verkehren, sondern in beiden Richtung durch den Großen Burstah, „dort, wo der Einzelhandel ist“, wie Jan-Oliver Siebrand, der Leiter der Abteilung Stadtentwicklung in der Handelskammer bei der Unterlagen-Übergabe erläuterte. Diese Hauptstraße in Verlängerung der Mönckebergstraße wird von der Stadt für zwei Millionen Euro grundsaniert und erhält durch die BID-Initiative helle Steine für den Bügersteig, der erweitert wird.
Sie soll ihren alten Charakter als quirlige Einkaufsstraße zurückgewinnen. Das neue Nikolai-Quartier reicht bis zum alten Nikolaikirchturm. Der dortige Hopfenmarkt zählt allerdings nicht mehr zum BID Nikolai-Quartier. Dieses reicht aber noch bis zu Domstraße, Brodschrangen, Ness und Börsenbrücke.
Jeder BID ist für die Dauer von fünf Jahren ausgelegt. Danach muss ein zweiter für weitere Maßnahmen beziehungsweise für die Erhaltung des Erreichten eingerichtet werden. Im Falle des BID Nikolai-Quartier wohl ein Selbstgänger. Im Sommer soll mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden. (ch)
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