Das Wetter in Hamburg: Sonne dringend gesucht

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Sonne in Hamburg? Fehlanzeige am letzten Oktoberwochenende in der Hansestadt. Stattdessen herrschen Wolken, Nieselregen und Nebel vor Symbolfoto: thinkstock
 
Hamburg zeigt Kunst: Mehr als 150 Künstler zeigen am Sonnabend in der Fischauktionshalle ihre Arbeiten. Auch die Künstlerin Anna Klöhn gehört dazu Foto: Anna Klöhn
 
Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe: Wer trägt was zum Sport? Das Outfit ist immer auch ein Statement Foto: Hörmann

Trüb, feucht und kaum Sonne am Wochenende. Gegen den Oktober-Blues helfen unsere Ausgeh-Tipps, eine Stunde mehr Schlaf und ein trockener Halloween-Abend

Von Natascha Gotta
Hamburg
Nach einem herrlichen Spätsommer im September hat Hamburg im Oktober einen Wettersturz erlebt. Der Oktober war nicht nur gefühlt ein trüber Herbstmonat, sagt Kent Heinemann, Meteorologe vomInstitut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg (IWK). Der Oktober war nicht nur zu kühl, sondern auch zu dunkel. Statt der üblichen 100 Stunden Sonnenscheindauer, erreicht die Gesamtsonnenscheindauer in diesem Monat nur gut die Hälfte. Damit ist der aktuelle Oktober einer der sonnenärmsten Oktobermonate seit 1951, sagt Heinemann. Auch bei den Temperaturen war es mit einem aktuellen Mittelwert von 8,9 Grad im Vergleich zum durchschnittlichen Mittelwert von 9,7 Grad zu kühl in der Hansestadt. Gleichzeitig war es deutlich zu trocken Hamburg. Nur 22 Liter Regen pro Quadratmeter sind im Oktober gefallen. Das sind nur 36 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge in einem Oktobermonat. Mit dem letzten Oktoberwochenende geht damit ein bereits gefühlter November zu Ende, so Heinemann.

Wolken und Nieselregen am Freitag


Der Freitag startet mit vielen Wolken. Das Tiefdruckgebiet Florentine sorgt in der ersten Tageshälfte für eine dichte Wolkendecke und Nieselregen aus Richtung Süden, sagt Heinemann. Erst ab Nachmittag soll es trocken bleiben. Der stark, böige Wind bringt aber auch mildere Luft nach Hamburg, so dass die Werte in der Nacht und am Morgen nicht unter 12 bis 10 Grad sinken werden. Im Tagesverlauf sollen sie auf 12 bis 14 Grad ansteigen, so der Wetterprofi. Durch den Wind sind es aber gefühlt 2 Grad weniger. Die Sonnenscheindauer insgesamt wird zwischen 0 bis 2 Stunden liegen. In Harburg wird die Sonne kaum scheinen, während im Norden von Hamburg, etwa in Sasel, die maximale Sonnenscheindauer erreicht werden kann, erklärt Heinemann. Da helfen nur Stimmungsaufheller: Ein Lichtermeer und fröhliche Kindergesichter sind beim 16. Öjendorfer Laternenumzug der Freiwilligen Feuerwehr Öjendorf anzutreffen. Treffpunkt ist um 18.15 Uhr in der Aula der Schule Bonhoeffstraße. Begleitet werden die Laternenkinder vom Show-Musikkorps „Ahoi“ Hamburg. Zum Abschluss gibt es ab 19.15 Uhr am Feuerwehrhaus im Reinskamp neben Musik und Lagerfeuer auch Würstchen vom Grill. Auch in Barmbek bringen Kinder ihren Stadtteil zum Leuchten. Um 18 Uhr startet am Museum für Arbeit im Wiesendamm der Laternenumzug. Für gute Laune und Farbe gegen den grauen Oktober sorgt auch der Klub der Künste mit seiner Late Night-Veranstaltung in den Deichtorhallen Hamburg. Ab 18 Uhr finden hier junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren in offenen Workshops Hilfe bei der Berufsfindung im künstlerischen und kreativen Bereich. DJ und Party sind inklusive. Ein weiterer Lichtblick an diesem trüben Wochenende ist das Festival „eigenarten“, das noch bis zum 6. November an unterschiedlichen Orten in Hamburg Künstlern aus aller Welt eine Plattform bietet. Die mehr als 40 Produktionen zeigen, dass Heimat viele Gesichter hat. Das interkulturelle Festival bietet zum 17. Mal eine bunte Mischung aus Theater, Musik, Tanz, Kunst und Performances.

Sonnabend: Trübe und feucht


Viele Wolken bedecken am Sonnabend den Himmel über Hamburg, vereinzelt muss mit Sprühregen gerechnet werden, sagt der Meteorologe. Wir liegen zwischen dem Hoch Quinn im Westen und dem Tiefdruckgebiet Florentine, erklärt Heinemann weiter. Dadurch kommt feuchte, aber auch mildere Luft von der Nordsee zu uns. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 40 Prozent. In der Nacht sinken die Temperaturen auf 9 bis 7 Grad und werden im Tagesverlauf auf 11 bis 13 Grad ansteigen. Allerdings bleibt es mit nur einer Stunde Sonnenschein insgesamt einfach trübe und feucht. Abhilfe schaffen da die Farbenwelten in der größten Galerie Hamburgs. Mehr als 150 Künstler zeigen von 10.30 bis 19.30 Uhr in der Fischauktionshalle ihre Gemälde, Fotoarbeiten und Skulpturen begleitet von Live-Performances. Das kreative Festival „Hamburg zeigt Kunst“ findet bereits zum 11. Mal statt. Auch für Kinder gibt es auf dem Internationalem Musik- und Theaterfestival „KinderKinder“ viel zu erleben. So erzählt das Theaterstück „Der Schatten“ auf Kampnagel am Sonnabend (16 Uhr) und Sonntag (11.30 und 16 Uhr), wie ein Mann seinen Schatten entdeckt und mit ihm spielt, bis dieser ein Eigenleben entwickelt. Das multimediale Stück ist ab 5 Jahren.

Am Sonntag startet die Winterzeit


Auch am Sonntag geht es wie gehabt weiter, so Heinemann, Sonne sei nicht in Sicht. Die Sonnenscheindauer im Tagesverlauf wird sich nur im Minutenbereich bewegen, sagt der Wetterexperte. Die Regenwahrscheinlichkeit steigt auf 60 Prozent, die Tagestemperaturen erreichen 11 bis 13 Grad. Da trifft es sich gut, dass wir eine Stunde mehr Schlaf bekommen. Denn in der Nacht zu Sonntag endet die Mitteleuropäische Sommerzeit, wenn die Uhren von 3.00 Uhr wieder auf 2.00 Uhr zurückgestellt werden. Dadurch wird es in der kalten Jahreszeit früher hell, am Abend geht dafür die Sonne aber auch eher unter. Dank der zusätzlichen Stunde gibt es genug Energie für eine „sportliche“ Runde durchs Museum. „sports/no sport“ heißt die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz. Ob Sneaker oder Joggingpants, frühere funktionale Sportkleidung hat längst die Modewelt erobert und ist mittlerweile auch Büro- und alltagstauglich. Die 110 Exponate, Fotografien und Filme zeigen, wie sich die Sport – und Modewelt gegenseitig beeinflussen. Die parallel laufenden Ausstellungen „Sneaker –Design für schnelle Füße“ und Arbeit/Freitzeit bei J. Haman“ geben dem Besucher einen breit gefächerten Überblick über Sportbekleidung als Lifestyle-Objekte in der heutigen Zeit. Heftige Emotionen ganz anderer Art verspricht das Theaterstück „Drei Mal Leben“ von der preisgekrönten französischen Schriftstellerin Yasmina Reza. Ihr bekanntestes Werk ist wohl „Der Gott des Gemetzels“, das von Roman Polanski verfilmt wurde. Im Theater an der Marschnerstraße treffen um 18 Uhr zwei Ehepaare aufeinander. Ihr Treffen endet in einem Desaster. Die Autorin lässt die Paare den Abend gleich drei Mal mit kleinen Veränderungen erleben. Doch das Ende ist jedes Mal katastrophal.

Montag bringt trockenes Halloween-Wetter


Am Montag heißt es Süßes oder Saures für alle Halloween-Fans und die haben Glück, wenn sie am Abend um die Häuser ziehen oder auf dem Weg zu einer Party sind. Die Regenjacke bleibt im Schrank: Denn Hochdruckeinfluss sorgt für überwiegend trockenes Wetter. Bei Temperaturen von bis zu 10 Grad auch nach Sonnenuntergang wird die Halloween-Sause für alle kleinen und großen Monster und Hexen nicht allzu kalt. Lokale Nebelfelder können sogar für die richtige Gruselstimmung sorgen.
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