Der neue Opern-Boulevard

Anzeige
Die neue Dammtorstraße im Modell: eine neue Flaniermeile. Foto: Hanke

Umbau der Dammtorstraße beendet

City. Komplett-Relaunch einer zentralen Straße der Hamburger City: Die Dammtorstraße ist wieder eine freundlich-einheitlich gestaltete Flaniermeile, der „Opernboulevard“.
Mit der Pflanzung der letzten von 26 Platanen wurde die Neugestaltung der Dammtorstraße kürzlich ferierlich in und vor der Hamburger Staatsoper abgeschlossen. Die durch Kriegszerstörungen verunstaltete Straße hat in den vergangenen fünf Jahren wieder die ihr gebührende geschlossene Gestaltung erhalten. Während der vergangenen zwölf Monate wurde einiges um- oder neu gebaut. Jetzt gibt es helle Gehwege und breite Fahrradstreifen. Die Barrieren in der Mitte der Fahrbahn wurden abgebaut, einheitliche Leuchtmasten und eben die 26 Platanen gesetzt. „Aus einem hässlichen Entlein ist ein sehr stolzer Schwan geworden“, sagte Jan Petersen, der Vorsitzende des eigens für die Baumpflanzungen gegründeten Vereins „Bäume für den Opernboulevard“, der die Baumpflanzungen über Spenden finanzierte und auch für die Pflege der neuen Platanen sorgen wird.
Stolzer Schwan
„Das Leben hat wieder Einzug gehalten in die Dammtorstraße“, freute sich Wirtschaftssenator Frank Horch, der der Feierstunde ebenso beiwohnte wie der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Andy Grote. Horch freute sich vor allem darüber, dass der Relaunch der Dammtorstraße durch das gute Zusammenspiel von städtischen Einrichtungen, vor allem dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, und den Eigentümern der Straße zustandekam. Letztere hatten sich für drei Jahre in einem Business Improvement District (BID) zusammen geschlossen. Der BID investierte allein 2,25 Millionen Euro in die Neugestaltung der Dammtorstraße. Die Stadt sanierte die 280 Meter lange Straße und den Unterbau der Gehwege, die Eigentümer Gehwege und Halteflächen. So hat die Dammtorstraße nun wieder geschlossene Fassaden. Hässliche Lücken füllen vor allem das neue Metropolis-Haus neben der Staatsoper, in das der alte Saal des Metropolis-Kinos aus den 1950er Jahren orginalgetreu wieder eingebaut wurde, und das der Oper gegenüberliegende Büro- und Geschäftshaus Opern Plaza. „Uns wird eine neue Aufmerksamkeit zuteil“, freut sich denn auch der Geschäftsführende Direktor der Hamburger Staatsoper, Detlef Meierjohann.
Nur zwei angedachte Neuerungen in Sachen Oper fielen durch. Die Dammtorstraße behält ihren Namen und wird nicht in Opernboulevard umbenannt und auch einen Opernplatz gegenüber der Oper wird es nicht geben. Bei allen erfreulichen Neuerungen, hieß es, sollten die Wurzeln der Straße nicht vergessen wurden. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige