Die Altstadt wieder nach vorne bringen

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Eine Idee: Auf der Willy-Brandt-Straße soll gegessen oder getanzt werden Foto: Timm

Spannende Aktionen rund um St. Katharinen geplant. Unterstützer gesucht

Von Frank Berno Timm
City
Eine Gruppe um Katharinenpastor Frank Engelbrecht und Galeristin Manuela Schucht will zwischen dem 10. September und 3. Oktober den Weg vom Rathaus zur Hauptkirche St. Katharinen auf besondere Weise beleben. Kürzlich wurden erste Ideen präsentiert. Frank Engelbrecht, Pastor in St. Katharinen, stellt seine Idee vor: Zwischen dem Wochenende 9. bis 11. September und dem 3. Oktober soll es viele Aktionen zwischen dem Hamburger Rathaus und St. Katharinen geben. Ziel ist, die historische Altstadt wieder ins Gespräch zu bringen „mit einer Vision nach vorn“. Engelbrecht bekräftigt mit Eindrücken aus anderen Metropolen – der Theologe lebte drei Jahre in Kopenhagen – seine Ansicht, dass die Altstadt Identität stifte – die Hamburger sei jedoch ein Torso. Die kommende Aktion läuft unter dem Stichwort „Katharinenweg“. Schon in den vegangenen Jahren hat Engelbrecht in einer Gemeinde Radtouren unter dieser Marke durch die Stadt veranstaltet, die dabei helfen sollten, „ein ganz anderes Gefühl für die Stadt“ zu bekommen. Engelbrecht will diesen Weg im Herbst mit allen möglichen Aktionen wenigstens zeitweise neu gestaltet sehen.

Schon jetzt viele Ideen


Dazu könnte die Idee zählen, mit dem „Parking day“ Plätze, auf denen sonst ein Auto abgestellt ist, anders zu gestalten, wie Hartmut Gerbsch vorschlägt. Immer wieder rückt auch der Übergang von der Domstraße zum Grimm in den Blick, den Fußgänger, die aus der kleinen Johannisstraße kommen, nur im Zickzack überwinden können. Künstler Arne Lösekann erinnert daran, dass hier schon jetzt ein Kunstwerk eingelassen ist. Für den 17. September, an dem die „Nacht der Kirchen“ stattfindet, gibt es die Idee, die Willy-Brandt-Straße für vier Stunden zu sperren, ein Dinner und Tanz zu veranstalten. Am Tag des Offenen Denkmals (11. September) sollen thematische Stadtführungen angeboten werden, außerdem will Engelbrecht mit dem Harbour Front Literaturfestival und dem Hamburger Ziegel kooperieren. Es gehe, betont Engelbrecht, um ein gesamtstädtisches Thema: „Wie stellt sich die Stadt zu ihrer Altstadt?“ Es ist eine engagierte Runde, die sich hier unterhält mit vielen Ideen. Dem aktuellen Abend war eine Veranstaltung in der Handelskammer vorausgegangen, in denen Stärken und Schwächen der Gegend besprochen wurden, daran wird im Gespräch angeknüpft. Gastgeber und Hausherr Matthias Herter von „Meravis“, in deren Foyer diese ziemlich lebhafte Gesprächsrunde zusammenkam, hat Erfahrung mit Wohnungen. Und er nennt in seiner Begrüßung eine Zahl, die an diesem Abend noch häufiger fallen sollte: Zwischen 600 und 1.000 Leute seien neu ins Katharinenviertel gezogen. Damit sei die Altstadt für viele Heimat geworden und nicht nur ein Ort mit vielen Bürokomplexen. Die Attraktivität müsse daher weiter gesteigert werden – da waren sich alle Anwesenden einig.

Wer mitmachen will, kann sich unter Telefon 040/303 747 30 oder per E-Mail an frank.engelbrecht@katharinen-hamburg.de melden
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