DLRG-Station an der Alster? Abfuhr für Lebensretter aus Hamburg

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Drei Tage pro Woche ist die DLRG auf der Außenalster präsent. Der Senat misst den Rettern nur eine „untergeordnete Rolle“ zuFoto: Hanke
Hamburg. Hiobsbotschaft für die DLRG: Wie eine FDP-Anfrage ergab sind die Bezirke nicht gewillt, die ehrenamtlich tätigen Lebensretter auf der Alster zu unterstützen. Obwohl die Bezirksversammlung Eimsbüttel im vorigen Jahr einstimmig beschlossen hatte, eine DLRG-Station an der Außenalster einzurichten und um entsprechende Gespräche der Bezirksamtsleitungen Eimsbüttel, Mitte und Nord gebeten hatte, gab es bislang keinen Kontakt zwischen den Bezirken. Mehr noch: das Bezirksamt Eimsbüttel plant ein solches Gespräch auch nicht. „Für eine neue DLRG-Station wird gegenwärtig keine Notwendigkeit gesehen“, heißt es in einer Stellungnahme.
Konzept „ausreichend“
Der Senat hält das Konzept von Polizei und Feuerwehr zur Wasserrettung für ausreichend. Die DLRG spiele allenfalls eine untergeordnete Rolle bei Großveranstaltungen. Keine Berücksichtigung findet die Tatsache, dass die Helfer der DLRG an drei Tagen in der Woche auf der Außenalster präsent sind. „Völlig unverständlich“ findet die FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Martina Kaesbach, dass nicht einmal geprüft werde, ob eine DLRG-Station eingerichtet
werden könnte. Auch der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Gladiator wundert sich über die „gleichgültige Haltung gegenüber der DLRG“. „Das ist ein schäbiger Umgang mit Menschen, die
sich in ihrer Freizeit dafür einsetzen, Leben zu retten.“ Die CDU erwägt, die zuständigen Senatoren um ein Gespräch zum Thema zu bitten. (ch)
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1 Kommentar
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Bernhard Hänel aus Eppendorf | 28.09.2014 | 20:21  
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