E-Bus-Terminal statt Central Park in Hamburg

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So wie auf dieser Visualisierung soll die Ladestation am ZOB aussehen. Später könnten hier 13 Stelplätze für vier Buslinien stehen

Hochbahn startet im Juli mit Bau der Haltestellen. CDU und Beirat scheiterten mit Grün-Vorstoß

Von Christian Hanke
Hamburg. E-Bus oder Central Park? Das wird seit einiger Zeit im Stadtteil kontrovers diskutiert. Nun ist die Chance wieder etwas kleiner geworden, dass die Idee eines zentralen Grünstreifens verwirklicht werden kann. Vor allem der Bürgerverein verfolgt diese Vision (Wochenblatt berichtete). Mit einem Antrag im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Mitte hatte die CDU jetzt die Weichen entsprechend stellen wollen - und scheiterte.
Hintergrund: Die Hamburger Hochbahn will auf dem Parkplatz zwischen Adenauer- und Kurt-Schumacher-Allee sowie dem Kreuzweg östlich vom ZOB eine Parkmöglichkeit für E-Busse mit Aufladestation einrichten.

Beirat will den Park

Der Stadtteilbeirat St. Georg hat sich dagegen ausgesprochen, weil die besagte Parkplatzfläche für den Central Park zwischen ZOB und Berliner Tor, genutzt werden könnte. Gunter Böttcher, CDU-Bezirksabgeordneter und St.-Georg-Experte seiner Partei, unterstützte dieses Votum mit seinem Antrag. Dessen Kernpunkt: Die Hochbahn sollte aufgefordert werden, die Einrichtung eines E-Bus-Parkplatzes nicht weiter zu verfolgen, „sondern das Konzept eines Central Parks wieder in den Fokus der Planungen für diesen Standort zu nehmen“.
Die anderen Fraktionen lehnten den Antrag ab. Böttcher kommentierte: „Das für die Bürger wichtige Anliegen wurde beerdigt.“ Die Grünen finden einen E-Bus-Parkplatz erst mal besser als den derzeitigen Schotterparkplatz. Den Central Park sehen sie als langfristiges Projekt, für das noch viele Voraussetzungen fehlen.

Alternativen aufzeigen

Angenommen wurde aber der Antragspunkt, nach dem Hochbahn und Behörden Alternativstandorte aufzeigen sollen. Der Plan, so Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum: „Ab Herbst sollen auf der Buslinie 109 verschiedene innovative Antriebssysteme miteinander verglichen werden.“ Deshalb wird der E-ZOB an einem Endpunkt dieser Linie eingerichtet, zumal die nahe U-Bahnstation Hauptbahnhof Süd den notwendigen Strom liefern kann. Im Juli beginnen die Bauarbeiten für den E-ZOB.
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