Egon bringt Schnee und Sturm nach Hamburg

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Das Wochenendwetter in Hamburg: Tief Egon bringt Schnee in die Hansestadt Symbolfoto: thinkstock
 
Schnee und Sturm in Hamburg: Am Freitagmorgen müssen sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf Schnee und glatte Fahrbahnen einstellen Foto: mdt
 
Winterwetter in Hamburg: Der Sonntag könnte der schönste Tag vom Wochenende werden. Dann heißt raus und die Wintersonne genießen Symbolfoto: thinkstock

Das Wetter am Wochenende wird eher ungemütlich. Schnee, Regen, Graupel und starke Böen. Der Sonntag könnte aber ein schöner Wintertag werden. Unsere Ausgehtipps bringen Sie durchs Wochenende

Von Natascha Gotta
Hamburg
Egon kommt am Donnerstagabend nach Hamburg und bringt Schnee in die Stadt. Das Schneetief zieht aus Benelux zu uns und wird sich rasch von West nach Ost in Richtung polnische Ostsee bewegen. Damit haben wir es mit einem Tiefdruckkomplex zu tun, sagt Kent Heinemann, Meteorologe vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg (IWK), denn die Tiefdruckgebiete Dieter und Caius bestimmen bereits die Wetterlage in der Hansestadt. So hat eine Sturmflut am Donnerstagmorgen den Fischmarkt unter Wasser gesetzt. Autofahrer sollten am Donnerstag in den betroffenen Stadtteilen Altona, Ottensen, St. Pauli und Kirchwerder ihre Fahrzeuge nicht auf tiefer gelegenen Abstellflächen parken, warnt die Polizei Hamburg. Wenn Tief Egon über Deutschland hinwegzieht, wird Hamburg besonders von den Niederschlägen betroffen sein, sagt der Wetterexperte, da wir uns an der Nordflanke von Egon befinden. In der Nacht zu Freitag wird es deshalb schneien.

Neuschnee am Freitag

Am Freitagmorgen müssen wir mit bis zu 10 Zentimeter Neuschnee rechnen, warnt Heinemann. Was für Kinder und manchen Erwachsenen großen Spaß bedeutet, wird im Berufsverkehr zu Behinderungen führen. Hinzu kommen starke Winde: Wir müssen mit starken und steifen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h rechnen, so der Meteorologe. Die Tageshöchstwerte werden zwischen 2 bis 4 Grad liegen. Der Schnee wird im Tagesverlauf wegtauen. Während sich Tief Egon in Richtung Osten verabschiedet, macht sich von der Nordsee bereits ein neues Sturmtief auf den Weg. Es bringt Regen und Schneeregen mit sich, die Niederschlagswahrscheinlichkeit am Freitag liegt bei 80 Prozent, sagt Heinemann. Zwischen den Tiefs kommt es jedoch zu Auflockerungen, so dass die Sonne auch mal durchkommen kann.

Miniatur Wunderland für alle

Bei diesen Aussichten hält man sich gern im Warme und Trockenen auf. Ein Besuch zwischen 9.30 und 19 Uhr im Miniatur Wunderland in der HafenCity ist eine gute Idee. Für Menschen und Familien, die sich den Besuch bei der größten Modelleisenbahnanlage der Welt nicht leisten können, haben die Gründerbrüder Frederik und Gerrit Braun ein tolles Angebot: Sie schenken ihnen den Eintritt. Im Januar gibt es immer wieder Termine für diese kostenlose Aktion. Beweise werden an der Kasse nicht verlangt, die Aktion beruht auf Vertrauen. Alle anderen zahlen den Eintritt und haben genau so viel Spaß an den Wunderwelten im Miniformat. Wer Bier mag und Spaß an Fragenspielen hat, ist beim Kneipenquiz im Museum für Hamburgische Geschichte gut aufgehoben. Ab 18.30 Uhr wird passend zur Sonderausstellung „Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse“ gemeinsam mit den Quizmastern Darren Grundorf und Tom Zimmermann vom Internationalen Aalhaus Kneipenquiz im Museum bei einem Pils gequizzt.

Sonnabend: Schauerwetter mit Schneefall

Da wir uns auf der Rückseite von dem Tiefdruckgebiet befinden, strömt weiterhin polare Luft nach Hamburg und auch Feuchtigkeit zieht von der Nordsee her in die Stadt, sagt der Wetterexperte. Auch am Sonnabend müssen wir mit Schneeschauern rechnen. Je nach Schneemenge taut die weiße Decke weg oder bleibt vereinzelt auch liegen. Die Tageshöchstwerte liegen bei um die 2 Grad. Der Wind nimmt etwas ab, die Windgeschwindigkeiten der Böen werden zwischen 40 bis 50 km/h betragen. Insgesamt haben wir es mit einer Schauerwetterlage zu tun. Es können sich aber immer wieder Wolkenlücken bilden, so dass Heinemann mit einer Gesamtsonnenscheindauer von 1 Stunde rechnet.

Ein Frühlingstag mitten im Winter

Wer bei diesem Wetter von Frühling träumt, muss auf die MS Stubnitz in der HafenCity. Das „Hamburger Singer Songwriter Festival“ startet bereits am 15 Uhr unter dem Motto „Ein Tag Frühling“. Tom Klose, Tiocs Orchester, Einmannmusik und weitere Hamburger Künstler singen gegen die Winterbrise an. Neben der Musik wird es auch Poetry Slam, Workshops und eine Party bis in die frühen Morgenstunden geben. Für gute und warme Laune bereits am Vormittag sorgt ein ausgelassenes Frühstück. Von 9.30 bis 15 Uhr ist wieder Marktzeit in der Fabrik in Altona. Der Nachbarschaftsmarkt bietet selbst gemachte Schlemmer-Produkte aus der Region bei Live-Musik und entspannter Atmosphäre.

Sonntag könnte der schönste Tag werden

Am Sonntag befinden wir uns wettertechnisch zwischen den Stühlen, sagt der Meteorologe. Während das Tiefdruckgebiet in Richtung Osten zieht, kann sich von Westen her ein Hochdruckgebiet nähern. Vereinzelt sind weiterhin Schneeschauer bei leichten Frösten möglich. Der Tag erreicht Höchstwerte von Null bis 1 Grad. Je nach Windrichtung kann der Sonntag aber zum schönsten Wintertag an diesem Wochenende werden, sagt Heinemann. Wenn die Strömungen aus nördlicher Richtung, also aus Skandinavien, zu uns kommen, gibt es größere Auflockerungen und der Wind beißt nicht mehr so im Gesicht. Stattdessen spüren wir mehr Sonnenstrahlen, sagt der Wetterexperte, der mit 1 bis 3 Sonnenstunden insgesamt am Sonntag rechnet. Der perfekte Tag für einen Winterspaziergang.

Ab in die Wintersonne

Wenn sich die Sonne zeigt, dann raus und eine Runde im Park, am Elbufer und rund um die Alster drehen. Wer sich dafür nicht begeistern kann und Bücher mag, findet im Museum für Kunst und Gewerbe zwischen 10 und 18 Uhr wahre Schätze. Das Museum widmet dem Buch, genauer dem Buchumschlag eine eigene Ausstellung. „Schützen – werben – Neugier wecken“ heißt die Schau, die noch bis zum 26. Februar die Geschichte des Buchcovers zeigt und die ist noch nicht so alt wie der Buchdruck selbst. Denn bis 1896 war es durchaus üblich, dass sich der Käufer sein Buch selbst binden ließ. Wer kein Konzertkarten für die Elphi hat, muss nicht verzagen. Im Brakula in Bramfeld wird ab 15 Uhr Jazz auf hohem Niveau geboten. Die Gewinner des Landeswettbewerb Jugend jazzt 2016 zeigen ihr ganzen musikalisches Können.

Weniger Niederschläge am Montag

Die neue Woche startet unter Hochdruckeinfluss und damit sinkt auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Es wird aber kälter: Die Tiefstwerte sinken auf Minus 4 bis Minus 6 Grad. Auch die Höchstwerte werden zwischen 0 bis 2 Grad betragen. Auf Grund der Inversionswetterlage könnte es am Montag aber auch freundlicher werden, je nachdem, wie sich der Hochnebel entwickelt, sagt Heinemann.
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