Ein Auto für alle

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Die beiden Initiatoren des Stadtteilautos für Hohenfelde: Christian und Ursula Voß rufen zu Spenden für das Fahrzeug auf Foto: Grewe

Hamburg Hohenfelde: Stiftung sammelt für Transporter

Von Elke Grewe
Hohenfelde Das Fahrzeug existiert noch gar nicht, aber einen Namen hat es schon: „Gertrud soll es heißen“, sagen Ursula und Christian Voß. Mutter und Sohn sind Vorstände der gleichnamigen Stiftung in der Buchtstraße und planen ein besonderes Projekt: Sie sammeln Spenden für ein Stadtteil-Auto.
Die Idee: „Viele Menschen benötigen mal einen Wagen für größere Transporte, Umzüge usw., können aber den Mietpreis und die Kaution bei einer professionellen Autovermietung nicht aufbringen. Wir möchten jedem ermöglichen, das Stadtteilauto zu nutzen, entweder ganz umsonst oder für eine freiwillige Spende - wie man es sich leisten kann“, so Ursula Voß.
Und weil die Stiftung mit der Kirche St. Gertrud zusammenarbeitet, heißt das Vehikel eben „Gertrud“. Der Plan: Das neue Stadtteilauto soll das ganze Jahr über genutzt werden können. Es soll auf dem Gelände der Kirche St. Gertrud parken und muss dorthin auch zurückgebracht werden – voll betankt. Der Autoschlüssel kann im Uhland-Shop am Graumannweg 75 abgeholt und wieder abgegeben werden. Gebucht wird das Auto über das Internet. „Wenn das Stadtteilauto falsch geparkt war, muss natürlich der Mieter den Strafzettel bezahlen“, so Ursula Voss.
Gebrauchtwagen
Bis Ende des Jahres wollen sie die zirka 4000 bis 8000 Euro für ein gebrauchtes Auto zusammen haben. Es darf ruhig Beulen haben, Hauptsache es ist für den Transport geeignet. Noch ist leider erst ein Drittel des Geld für das Stadtteilauto vorhanden. Daher rufen die beiden Stiftungsvorstände jetzt zu Spenden auf. „Sie fließen zu 100 Prozent in das Projekt ‚Gertrud’ - Anschaffung, Versicherung, Reparaturen. Die spätern Nutzer bezahlen lediglich das Benzin, fahren darf man das Auto 150 Kilometer. Es kann in ganz Hamburg und im Speckgürtel genutzt werden.
Vorbild Eimsbüttel
Vorbild für die Stifter war das Stadtteil-Auto in Eimsbüttel. Das gibt es seit Oktober vergangenen Jahres, kostete 4500 Euro. Mit den Organisatoren haben sich Christian und Ursula Voß dann Anfang dieses Jahres getroffen. „Das war ganz wichtig für uns, wir haben enorm von deren Erfahrungen profitiert“, so die beiden engagierten Helfer.
Die Christian & Ursula Voß Stiftung besteht seit fünf Jahren. „Anlass der Gründung war das 20-jährige Bestehen unserer Grundstückgesellschaft AGESA. Uns geht es sehr gut, wir wollen dazu beitragen, dass es Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens sind, besser geht und geben gerne etwas ab“, so Christian Voß. Im Lauf der Jahre hat die Stiftung diverse Projekte unterstützt wie „Jung & Alt e.V“, den betreuten Spielplatz im Graumannsweg oder das Projekt Mitternachtsbus, das Essen an Bedürftige verteilt. Auch für die Sanierung des Hauptturms von St. Gertrud wurde gespendet.
www.cuv-stiftung.de, Christian & Ursula Voß Stiftung, Stichwort „Gertrud“, Deutsche Kreditbank AG – Konto-Nr. 1020038921, BLZ 12030000
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