Ein Jahrhundert für „junges“ Übernachten in Hamburg

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Am 1. Juni 1953 wurde die Jugendherberge Auf dem Stintfang eröffnet .
 
Der moderne Speisesaal Auf dem Stintfang. Fotos: DJH

Auf dem Stintfang: Auftakt zum Jubiläum des DJH-Landesverbandes Nordmark

Von Alexandra Petersen
Hamburg. Ein Dach über dem Kopf und viele Begegnungen mit anderen Menschen. Aber auch eine Unterkunft, die ihren Gästen oft nur Quartiere aus Stroh anbot - als der spätere Jugendamtsleiter Oskar Lorenzen und 27 Repräsentanten aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck 1914 in Altona zusammenkamen, war der Komfort, den heute in Jugendherbergen geboten wird, oft noch ein Fremdwort. Trotzdem wurde vor einem Jahrhundert mit dem „Provinzialverband zur Gründung und Unterhaltung von Jugendherbergen für Schleswig-Holstein“ eine Institution ins Leben gerufen, die hier im hohen Norden längst nicht mehr wegzudenken ist: Der „DJH-Landesverband Nordmark e.V.“ feiert derzeit sein 100-jähriges Bestehen und begeht den Geburtstag in vielen seiner 47 Häusern in Hamburg, Schleswig-Holstein und in Niedersachsen.
Vor allem hier in der Hansestadt, in der mit „Auf dem Stintfang“ und „Horner Rennbahn“ gleich zwei DJH-Häuser bestehen, in denen Besucher aus der ganzen Welt einkehren, ist die Stimmung groß. „Wir freuen uns über das bisher Erreichte. Aber auch nach 100 Jahren ist es unser erklärtes Ziel, weiterhin den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule nachhaltig mit geeigneten Angeboten für Schulfahrten zu unterstützen und allen Gästen eine hohe Aufenthaltsqualität, Gemeinschaftserlebnisse und Lernanregungen zu bieten“, sagte DJH-Präsidentin Angela Braasch-Eggert beim offiziellen Festakt. Eine weitere Anlage für Hamburg sei jedoch derzeit nicht geplant, wie die Geschäftsstelle des Deutschen Jugendherbergswerks, kurz DJH, auf Nachfrage bestätigte.

Im Herzen der Stadt

Wer sich im „Stintfang“ am Alfred-Wegener-Weg 5 einquartiert, wird den Aufenthalt dort kaum vergessen: Besser im Herzen der Stadt geht es kaum, denn die 1953 eröffnete DJH-Unterkunft bietet eine unübertroffene Top-Lage im Hamburger Zentrum. Der Hafen mit seinem typischen Flair und der berühmten Speicherstadt, die Innenstadt oder die HafenCity – alles kann von dort aus erobert werden. Genauso wie die Gäste direkt zum Shoppen in die Einkaufsstraßen der City, für Kulturelles in Museen und Theater oder zum Feiern auf die Reeperbahn gelangen. Um danach wieder gut in den Tag zu starten, bietet das Team rund um Hausleiter Sven Seidler ein besonderes Extra: Vom hellen Speisesaal aus können große Segler, Containerschiffe und andere „Pötte“ beim Frühstück beobachtet werden. Kein Wunder also, dass diese DJH-Anlage seit Jahren steigenden Zulauf vermerken kann.Gleiches gilt auch für die „Horner Rennbahn“ an der Rennbahnstraße 100, die seit ihrer Einweihung 1964 auch der Sitz der Geschäftsstelle des DJH-Landesverbands Nordmark ist. Wurden im Jahr 2011 noch 60.425 Übernachtungen gezählt, konnten im Jahr 2013 bereits 76.702 Übernachtungen realisiert werden - ein Zuwachs von 27 Prozent! Das Haus am Rand der Horner Galopprennbahn liegt vor allem seit seiner 8,8 Millionen Euro teuren Renovierung im Trend, die im November 2011 abgeschlossen wurde. Lounge, Bistro und Dachterrasse mit Panoramablick – damit gehört die Horner Jugendherberge mit ihren 412 Betteni n 91 Zimmern inzwischen zu den Top Ten im DJH. Und das nicht nur, wenn der Blick aufs Galoppderby lockt.
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