Eiszapfen-Alarm in St. Georg

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Jan Hoffmann war überrascht, wie schwer so ein Eiszapfen sein kann.

Gefahr von oben / Straßen wurden abgesperrt

St. Georg. Schneefall ohne Pause, glatte Straßen und jede Menge Eiszapfen an den Dachrinnen – so präsentierte sich St. Georg in der vergangenen Woche nach dem plötzlichen Wintereinbruch. „Ich kann den Schnee nicht mehr sehen“, jammert die siebzehnjährige Anais aus St. Georg, die sich auf den Sommer freut und schon überlegt hat auszuwandern. Gegen rutschige Straßen und Gehwege wurde deshalb nun intensiv Schnee geschippt und wo nötig auch gestreut. Die Gefahr, die von den vielen herabhängenden Eiszapfen und lockeren Dachlawinen ausging, ließ sich allerdings nicht so schnell in den Griff bekommen. In vielen Stadtteilen war die Feuerwehr mit Kranwagen im Dauereinsatz und entfernte die spitzen und oft Kilo schweren Geschosse, bevor diese zu Boden stürzen würden. Dennoch traf es zwei Passanten, die in der Gurlittstraße von einer herunterfallenden Schneelawine getroffen, zum Glück aber nur leicht verletzt wurden. Wo Eiszapfen in fast jeder Straße von den Dächern hingen, sperrte die Polizei zunächst mit Absperrband die Gehwege ab, um Unfälle zu vermeiden. Viele Ladenbesitzer leisteten allerdings auch selber Erste Hilfe und stellten Schilder mit der Warnung „Vorsicht Eiszapfen“ auf. Auch Jungunternehmer Jan Hoffmann aus der Gurlittstraße warnte seine Kunden vor den herunterfallenden Brocken und übernahm das Eis-haken auf dem Gehweg, um Unfälle zu vermeiden. Dank der aufmerksamen Bewohner und der schnellen Absperrung durch die Polizei ist es zumindest in St. Georg zu keinem großen Eiszapfen-Unfall gekommen. Ein Blick nach oben und ein bisschen Selbstverantwortung können aber natürlich auch nicht schaden. „Wie richtige Kunstwerke sehen die Zapfen aus“, freuten sich die Touristen, die an diesem Morgen in der Langen Reihe unterwegs waren. (kg)
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