Farbflut Abschlussbericht

Anzeige
(Foto: Wikimedia / Lizenzfrei / Dierk Schaefer)
 
Wohnungsloser Klaus, was er vom Pennergame hält
 
Pennergame? Gar nicht gut, finden auch die Obdachlosen (Foto: MaxBryan.com)
 
Dr. Thomas Leske - Findet das Pennergame gar nicht gut
 
Marion Sachs von der Hamburger "Mahlzeit" will künftig keine Spenden vom "Pennergame" mehr annehmen (Foto: MaxBryan.com)
 
Stefan Karrenbauer vom Hamburger Hinz & Kunzt lehnt Spenden des "Pennergames" ab (Foto: MaxBryan.com)
 
Interview mit Ksenija Bekeris (SPD). Auch sie spricht sich gegen das "Pennergame" aus (Foto: Max Bryan)
Angefangenes soll man zu Ende bringen - in jedem Belang - so auch in diesem - und es geht um "Farbflut", die Hamburger Firma, die Anfang des Jahres eine umstrittene Obdachlosen-Satire auf den Markt brachte und damit die Gefühle tausender Menschen verletzte.

Rückblick: 6 Monate ist es her, da dachten sich zwei junge Herren aus Hamburg, es wäre eine gute Idee, die Straßen der Stadt zu säubern. "Hinfort mit den Obdachlosen", weg mit dem "Dreck", am besten "raus aus Hamburg", deportieren und die Internetseite der "Initiative Sauberes Hamburg" war voller rechtsextremer Hetze, outete sich später aber als Satire, angeblich um auf die Obdachlosen aufmerksam zu machen, was aber gründlich daneben ging.

- Ein Bericht von Max Bryan -

Wochenlang hatte ich recherchiert und die Firma "Farbflut" mehrfach gebeten, auch die kritischen Fragen ihrer "Initiative Sauberes Hamburg", kurz "ISHH" genannt, zu beantworten, doch die Firma schwieg. Kein Statement, keine Antwort. Stattdessen ein neues "Pennergame", "2 Promillie", wie es dann hieß und einmal mehr nährte sich der Verdacht, das alles nur Werbung war, in dem Fall für "Pennergame 2", ein so umstrittenes wie auch kommerzielles Computerspiel, das kurz nach dem outen der Satire-Seite auf den Markt kam.

Kampagne-Flop

Der große Wurf wurde es nicht. Vielleicht auch weil die Mopo (Hamburger Morgenpost) am 27. Februar die Masche der beiden Firmeninhaber Marius Follert und Niels Wildung entlarvte, indem sie geschickter Weise fragte, ob die Aktion denn Werbung für das neue "Pennergame" gewesen sei und Marius Follert, Geschäftsführer der dafür verantwortlichen Firma "Farbflut Entertainment" verneinte, man habe mit der Aktion "auf keinen Fall Werbung für Pennergame machen wollen".

Keine Werbung für Pennergame?

Dennoch aber prangte überall und auf den Folgeseiten der "ISHH" immer auch der Link zum "Pennergame" und lieferte damit auch Schleichwerbung vom Feinsten für ein kommerzielles Produkt und ein nicht minder umstrittenes Computerspiel, das Obdachlose, Bettler und Flaschensammler aufs übelste diffamiert und nicht zuletzt auch in die Nähe von Straftätern rückt.

Petition - Außer Spesen nix gewesen?

Unmittelbar nach dem outen der Satire-Seite "ISHH" hatte Farbflut Entertainment schnell noch eine Petition ins Leben gerufen, von wegen was die Stadt alles tun müsste, um die Obdachlosen zu retten. Gerade mal 200 Leute hatten sich dafür interessiert, 10.000 waren anvisiert, ein Reinfall, wohl auch wegen der verwerflichen Art und Weise im Vorfeld dafür zu werben und jede andere Initiative, die sich legalen Mitteln bedient, hatte mehr Erfolg, wissen auch Branchenkenner zu berichten und verurteilen die Machart des Spiels aufs Schärfste.

"Das ist ein böses Spiel mit der Armut", sagt Klaus (55), der seit Jahren schon keinen Job mehr findet. "Leute über 50 haben so gut wie keine Chance mehr" (...) die Firmen wollen "Leistung, aber nicht das Alter" und was man angeboten bekommt ist entweder illegal oder unter Tarif, sagt Klaus.

Keine Einsicht bei den Machern

Seit Anbeginn der Gegenveranstaltung "Fragen an Farbflut" bat ich die Verantwortlichen darum, doch wenigstens Einsicht zu zeigen, dahingehend, dass sie sozialpolitisch mit der Aktion nichts erreicht hat und es ein Fehler war, so viele Menschen dafür in Gefahr zu bringen. Wochenlang war nicht ersichtlich, dass es sich bei der "ISHH" um eine Satire-Seite handelt. Viele glaubten, die Inhalte seien ernst gemeint und nicht auszudenken, wenn Rechtsextreme dem Aufruf "die Straßen der Stadt zu säubern" gefolgt wären, wenn also jemand die Internetseite zum Anlass genommen hätte, aktiv etwas gegen Obdachlose zu unternehmen und es war wohl nur reines Glück, dass dies nicht passiert ist, meint auch Dr. Thomas Leske und berichtet von Fällen, in denen Jugendliche Inhalte aus dem "Pennergame" in Realität nachgespielt haben, zum Leidwesen der Betroffenen (siehe Klause Triebe, diverse Videos im Internet).

Sogar eine Karte mit den Schlafplätzen der Obdachlosen hatte die Firma veröffentlicht, damit die Obdachlosen-Hasser dann gleich auch den Weg zur "Platte" der Wohnungslosen finden um dort dann was zu tun? Höflich mit den Leuten zu sprechen? Die ISHH war voll Hass gegen Randständige und nicht ausgeschlossen, dass rechte Kräfte darin heute noch ein Vorbild sehen.

Werbung um jeden Preis?

Auch die Spieler des "Pennergames", und damit die verbündeten der Firma, gehen inzwischen davon aus, dass die "ISHH" eine reine Marketing-Kampagne für das neue Pennergame gewesen ist und weder die Firma, noch die Macher dahinter ein ernsthaftes Interesse am sozialen Engagement für Obdachlose haben.

So berichtet ein Spieler: “Die meisten User von Pennergame empfinden die Aktion als reine Werbemaßnahme und zeigen sich gewohnt kritisch gegenüber dem Unternehmen. Bestätigt wird dieser Verdacht unter den Spielern dadurch, dass kurz nach dieser Erregung des öffentlichen Interesses ein neues Produkt der Firma Farbflut offeriert wird. Wer hier noch annimmt, dass kein kommerzielles Interesse der Firma an vorderster Stelle steht, ist naiv." (...)

Und weiter:

"Es gibt konventionellere Methoden gesellschaftliche Probleme an die Leute zu bringen, ohne dabei einen solchen Tumult auszulösen, insbesondere, da durch die vermeintliche Satire kaum ein "Wachrütteln", wie es das Unternehmen so schön beschreibt, stattfindet. Viel mehr wird nur eines in den Vordergrund gerückt: Die Farbflut Entertainment GmbH", berichtet ein User, der jahrelang schon "Pennergame" spielt und das "System Farbflut" sehr gut kennt und auch studiert hat.

Sozialstationen wenden sich ab

Mai 2013. Ich bin zu Besuch in der "Mahlzeit", einer Einrichtung der Diakonie Hamburg-West, wo Obdachlose und Bedürftige täglich ein warmes Essen bekommen, sich duschen und ihre Kleider waschen können. Marion Sachs, Leiterin der Einrichtung dort hatte mit der Firma Farbflut Entertainment 2011 schon einmal kooperiert, es ging wohl um Spenden, die von der Firma Farbflut angeboten wurden und die Gäste der Einrichtung hatten ihren Wunsch dann geäußert, die Offerte anzunehmen. Ein schlimmer Fehler, wie sie zugibt. Nicht nur, dass die Kooperationspartner anschließend als Aushängeschild für das angeblich vorbildliche Engagement des umstrittenen "Pennergames" benutzt wurden, die Einrichtung hatte auch keinen Einfluss mehr auf die künftige Ausgestaltung der Kooperation. Von einer Hetz-Kampagne wie die der "Initiative Sauberes Hamburg" habe man jedenfalls nichts gewusst und "wir würden heute auch kein Geld von denen mehr annehmen", sagt Marion Sachs im Interview vor Ort.

Früher war alles anders

Als Follert und Wildung vor ein paar Jahren anfingen und die Idee hatten, ein Spiel zu machen, wo Obdachlose darin vorkommen und einen Teil der Einnahmen daraus zu spenden, war das, wie man meinen könnte, eine gute Sache. Doch inzwischen regiert das "Investment" im Hause Farbflut und alles dreht sich nur noch um "maximale Gewinnabschöpfung", bei "geringstmöglichen Einsatz", so wird berichtet. Warum also für Werbung zahlen, wenn man sie auch kostenlos bekommt? Wurde darauf spekuliert, dass Zeitungen auf die Online-Hetze aufmerksam werden und darüber berichten? Und im Anschluss daran die selben Zeitungen noch einmal berichten, wenn die Macher der Hetzkampagne sich als Urheber der Satire zu erkennen geben? War das der Plan? Hat man Obdachlose benutzt, um neue Spieler für ein kommerzielles Produkt zu akquirieren?

Marius Follert, Geschäftsführer der Farbflut Entertainment GmbH sagt "Nein", er habe damit keine Werbung für Pennergame machen wollen, zeigt sich dann aber frech grinsend vor einem Plakat des Pennergames in seinem Büro und lässt sich dort auch noch bereitwillig ablichten - die Fotos waren nachher im Magazin "Der Spiegel" zu sehen.

Also doch alles nur Werbung? Um neue Spieler für "Pennergame" zu finden?

Alles was die Firma bislang getan hat, spricht genau dafür und auch das Investment, einer gewissen "iVentureCapital GmbH", denn die kaufte im Mai 2012 eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Farbflut Entertainment GmbH und Insider behaupten, dass Follert und Wildung nicht mehr viel zu sagen hätten, seitdem der Kauf über die Bühne ging und nun vielmehr die Investmentfirma die Geschicke der Firma leitet.

Auszug aus einer Pressemitteilung vom 23.5.2012, darin heißt es:

„Wir können uns zukünftig stärker auf unsere Kernkompetenz konzentrieren: Satirisch-provokante Online-Games mit sozialkritischem Hintergrund entwickeln, die Millionen von Spielern weltweit begeistern."

http://www.iventurecapital.com/de/presse.php?artik...

Ich hatte die Firma dann gefragt, was genau sie an der Not anderer Menschen begeistert, zumal ja auch die Kunstform der Satire eine reine Spottdichtung ist, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert und warum es denn ausgerechnet Obdachlose sein müssten, die von der Firma durch den Kakao gezogen werden? Warum nicht Banker, Politiker, Abzocker, warum Obdachlose? Gibt es dafür irgendeinen Grund? Wie zu erwarten wurde auch diese Frage nicht beantwortet, wie dutzende Fragen zuvor auch schon nicht.

Hier ein Überblick:
https://www.facebook.com/events/508995949146988/?f...

Und hier die Fragen:
http://www.elbe-wochenblatt.de/st-pauli/lokales/na...

Und ich stelle fest: Die Firma Farbflut verdient Millionen und kein Obdachlosenheim wurde davon je gebaut!

Soziales Engagement nur Alibi?

Ich frage Stephan Karrenbauer, Sozialarbeiter bei dem Obdachlosen-Projekt "Hinz und Kunzt" und er sagt: "Denen geht es nur um Kohle und dafür ist denen anscheinend jedes Mittel recht" und Karrenbauer glaubt auch, dass die Aktion eigentlich noch viel länger geplant war, sie dann aber unter dem Druck der Öffentlichkeit abbrechen mussten, zumal es auch Strafanzeigen wegen Volksverhetzung gab.

Interview

Karrenbauer findet die Aktion geschmacklos und erzählt aus früheren Tagen, als die Firma Spenden anbot, die von Hinz und Kunzt dann aber abgelehnt wurden. Man wolle nicht Teil einer Kampagne sein, mit der Werbung für kommerzielle Zwecke auf den Rücken von Obdachlosen gemacht wird und er würde den "Laden eher schließen", als das Geld von diesen Leuten anzunehmen, so Karrenbauer im Interview und ich fragte weiter:

Ob die Firma - seiner Meinung nach - anfangs nicht vielleicht doch einen Funken ehrliches Interesse an dem Schicksal obdachloser Menschen hatte und verweise auf die Petition, die Marius Follert nach der ISHH noch eingebracht hatte, aber auch das kann Karrenbauer nicht überzeugen, zumal die Forderungen dieser Petition binnen zwei Minuten geschrieben sei, "denn was da steht, das wünschen wir uns alle", sagt Karrenbauer und man sei ja selbst auch schon im Gespräch mit dem Senat und anderen Einrichtungen, mit denen zusammen man vieles schon auf den Weg gebracht habe, so Stefan Karrenbauer von "Hinz & Kunzt".

Engagement geht auch anders

So habe es 2012 einen großzügigen Spender gegeben, mit dessen Geld man dann ein leerstehendes Bürogebäude anmietete. 16 Obdachlose hatten darin überwintern können, eine ähnliche Aktion habe ich dann auch der Firma Farbflut vorgeschlagen, dass sie doch wenigstens 1% ihres Jahresgewinnes, den sie auf dem Rücken der Obdachlosen verdient hat, spenden solle um ein paar Container aufzustellen, damit die Obdachlosen im Winter nicht mehr frieren müssen, aber auch dieser Vorschlag wurde ignoriert - keine Reaktion - keine Antwort und kein Einlenken. Die Firma beharrt stur auf ihrer Sicht der Dinge, keinen Fehler gemacht zu haben und will nun nicht mal mehr spenden. Das alleine zeigt schon, dass es denen nie um echtes, selbstloses Engagement ging und sie nur eines im Sinn hatten: Werbung für "Pennergame" und jeder sollte aufstehen und dagegen protestieren.

Obdachlose vor den Karren gespannt?

Man kann nicht auf dem Rücken von Obdachlosen 2 Millionen Euro verdienen und dann behaupten, man wolle damit doch nur helfen. Denn wo ist denn die Hilfe? Die Spenden, die von der Firma bislang verteilt wurden, stehen im keinen Verhältnis zum erzielten Gewinn, zumal das soziale Engagement der Firma als grundlegende Triebfeder stets und immer herausgehangen wurde, dann aber nicht wirklich viel geschah, im Gegenteil: Die Aktion "Initiative Sauberes Hamburg" hat den Obdachlosen eher geschadet, als geholfen. Also wozu dann das Ganze? Diese und andere Fragen stellt ich auch der Politik.

Interview mit Ksenija Bekeris (SPD)

Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Frau Ksenija Bekeris äußerte sich früh schon zu den Auswüchsen des "Pennergames". Dem "Spiegel" sagte sie 2008 schon, dass "Pennergame" gegen die Menschenwürde verstößt und forderte damals schon das Spiel vom Markt zu nehmen.

"Aus meiner Sicht ist es würdelos, .wie dort mit Menschen und mit der Darstellung von Obdachlosen umgegangen wird" und Bekeris betont, dass es keiner Petition der Firma Farbflut Entertainment GmbH bedürfe, um die Probleme der Hamburger Obdachlosen zu lösen. "Das machen wir dann schon allein" und verweist auf das größte Winternotprogramm seit Bestehen überhaupt. Mehr als 850 freie Plätze standen 2012 zur Verfügung., bei 100% Auslastung und auch 2013 wolle man dafür weiter Sorge tragen, das Programm erweitern und auszubauen, damit irgendwann mal niemand mehr draußen schlafen muss.

Die Stadt tut nichts?

Immer wieder argumentierte die Firma damit, dass die Stadt nichts tue und man sich solcher Mittel wie der von "ISHH" eben bedienen müsse, um überhaupt noch Aufmerksamkeit für die Obdachlosen zu generieren, aber auch das stimmt nicht. Es gab und gibt zahlreiche Aktionen der Diakonie und auch von Hinz und Kunzt, die weit mehr Menschen für den guten Zweck mobilisierten als diese kommerzielle Satire, die niemanden ernsthaft geholfen hat, am ehesten noch der Firma selbst, aber nicht mal das.

Die Berichterstattung war eher dürftig und auch nur regional bedingt und das nicht mal positiv und ob dadurch mehr Spieler zu der Firma fanden, ist eher zu bezweifeln. Zumal auch in Spielerkreisen immer wieder von "Abzocke" die Rede ist und die Leute sich um ihr Geld gebracht fühlen.

Abzocke im großen Stil?

Wie mehrere Spieler unabhängig voneinander berichten, geht es Farbflut insbesondere auch darum, Geld von den Spielern zu bekommen. Da kann man sich "Kronkorken" und allen möglichen "Plunder" kaufen, um schnell und ohne viel Zeitaufwand "nach oben" zu kommen. Dumm nur, wenn das ganze Geld futsch ist, sobald eine neue Spiele-Version aufmacht, so geschehen auch im Fall von "Knastvögel", ein weiteres Produkt aus dem Hause "Farbflut Entertainment". Ein Spieler berichtet dazu, er habe 2500 Euro investiert und bereue jeden Cent. Er fühle sich "gemolken" und "geprellt", Zitat: "Zum einen ist nahezu kein Support für die Spieler vorhanden. Wie bei Pennergame muss der Spieler Tickets an den Support senden, die i.d.R. nicht bearbeitet werden. Ich kann mich genau genommen nicht an ein einziges Supportticket in der Zeit erinnern, welches überhaupt bearbeitet wurde", so der User.

Und weiter:

"Mit der Zeit ist das Vorgehen der Firma Farbflut vollkommen ersichtlich. Man möchte in kürzester Zeit bei kleinstmöglichem Aufwand den größtmöglichen Gewinn abschöpfen".

Zudem berichtet ein Insider: "Im vergangenen September wurde der dritte Knast "Alcatraz" eröffnet, bei dem gleich zu Beginn besonders günstige "Specials" angeboten wurden, bei dem der Spieler für verhältnismäßig wenig Geld, schnell weit voran kommt. So ein Knast benötigt immer eine gewisse Zeit um wirklich anlaufen zu können. Im Grunde ist diese Vorgehensweise auch völlig verständlich. Nach über einem Jahr nach Release von Knast Nummer 2, war es für neue Spieler kaum mehr möglich Anschluss nach oben zu finden, da es vom Spielprinzip her nur zwei Möglichkeiten gibt um wirklich mithalten zu können: Extrem viel Zeit oder extrem viel Geld."

Und weiter:

"Beim Release von Knast Nummer 3 haben einige Spieler einen Haufen Geld investiert um gleich von Beginn an ganz oben mitspielen zu können. Hier hat keiner auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass schon bald der nächste Knast kommen könnte. Bei der Anmeldung bei Knastvögel landet man - wem wunderts - natürlich immer automatisch im neusten Knast. (...) Somit ist es ganz klar: Kommt ein neuer Knast, beginnt das Sterben im vorherigen, da keine neuen Spieler mehr nachkommen."

"Nach 4 Monaten wurde dann völlig unerwartet der nächste Knast "Dschungelknast" angekündigt. Wie Knast Nummer 3 schon ein billiger Abklatsch von Knast Nummer 2. Die einzige Änderung: Das Hofdesign nach dem Einloggen wurde in maximal einem Tag ein wenig gephotoshopt. Alle Spieler, die damals Geld in Knast 3 investiert haben, schauen seitdem in die Röhre, denn 4 Monate reichen bei weitem nicht, um nach oben zu kommen. So war der Knast immer noch in der Anlaufphase und neue Spieler kommen keine mehr, da diese direkt in den Dschungel gelenkt werden. Hier hat man ganz klar 4 Monate die Kundschaft ausgemolken, um danach mit einem neuen Knast wieder erneut den großen Reibach zu machen." --- Zitat Ende.

Keine Reaktion auf Nachfragen

Ich hatte die Firma dann mit den Vorwürfen konfrontiert und gefragt, ob sie dazu Stellung nehmen will, aber die Firma wollte sich dazu nicht äußern. Stattdessen meldeten sich immer mehr Spieler bei mir und berichteten so ziemlich alle das selbe. Eine Person (weiblich) schreibt zum Beispiel: "Die Angaben des Zeugen (Spieler) über Knast 3 " Alcatraz " bzw. Knast 4 " Dschungelknast " kann ich genauso bestätigen.. Ich kann das deshalb bestätigen weil ich seit Beginn des Spiels " Knastvögel " dort spiele. Ich möchte hier auf keinen Fall die Firma Farbflut verteidigen, nur muss man auch sagen das Spieler nur gemolken werden können wenn sie das auch zulassen. Es gibt nämlich so gut wie keinen neuen Spieler, sondern die Knäste 3 + 4 bestehen zu 95 % aus Spielern der Knäste 1 + 2. Und wer nach den ersten beiden noch immer Geld in dieses Spiel investiert......nichts für ungut....der ist selbst Schuld daran. Was aber nichts daran ändert das das gesamte Game eine reine Abzocke ist. Denn viel Onlinezeit reicht bei weitem nicht aus die kaufbaren Vorteile auszugleichen."

Spielsucht und Zugzwang

Kalkuliert die Firma gezielt mit der Spielsucht der Teilnehmer? Zitat aus einem früheren Gespräch mit einem der Hauptzeugen:

"Weiträumig kann man das Spiel damit fast komplett automatisieren und den eigenen Zeitaufwand minimieren. D.h. investiere Geld oder unverhältnismäßig viel Zeit (dabei wird das Augenmerk besonders auf den Anfang einer neuen Spielwelt und den Zugzwang gelegt), ansonsten kannst du deinen Account wegschmeißen, da du nichts erreichen kannst."

Und weiter:

"Viele Spieler sind in der Abhängigkeit gefangen. Können sich nicht von ihrem Umfeld, welches sie dort über die Jahre kennengelernt haben trennen etc. - erreichst du nichts im Spiel, kannst du nicht oben mitspielen und verlierst den Kontakt - Zugzwang. Daraus resultiert: Man ist nahezu gezwungen Geld auszugeben".

Wo sind die Spenden?

Das alles ist schon schlimm genug und als Widergutmachung hatte ich der Firma dann vorgeschlagen, wenigstens 1% ihres Jahresgewinns für gemeinnützige Zwecke zu spenden, aber nichts davon ist geschehen. Warum reagiert die Firma auf solche Vorschläge nicht?

Fazit

Jemand hat mal gesagt, "Du wirst nichts erreichen. Dein Abschlussbericht wird verpuffen und die Firma macht weiter wie eh und je" und ja, vielleicht habe ich nichts erreicht. Die Firma gibt es immer noch und "Pennergame" auch und vielleicht lachen die sich kaputt darüber und bedanken sich für die Extra-Werbung, aber das ist mir egal, denn ich glaube fest daran, dass auch diese Berichte etwas bewirken und sei es nur das Erkennen der Wahrheit.

Egal wann die Firma irgendwann wieder kommt und etwas Ähnliches veranstaltet, werden die Leute sich auch an diese Texte hier erinnern und daran, dass da noch mehr dahinter steckt und schon sind die Damen und Herren im "off". Sie sind bereits entlarvt und jeder weiß, was sie bezwecken und niemand sollte das unterstützen.

Ignoranz ist der schlimmste Feind des Werbenden und jede Wahrheit kommt irgendwann ans Licht, denn wie heißt es doch so schön: "Die Wahrheit ist eine nicht zerstörbare Pflanze. Man kann sie begraben, unter einem Felsen, unter dichtem Beton, sie wird ihren Weg finden, wenn es an der Zeit ist." [F. Thiess]
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige