Filmfestival „Klappe auf!“ für Inklusion

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„Findlinge“ heißt einer der 33 Kurzfilme, die es in die Endauswahl schafften. Er handelt von einem integrativen TanzprojektFoto: wb

Normal ist die Vielfalt: Vom 25. bis 27. Oktober laufen 33 Filme zum Thema Inklusion im Metropolis-Kino

Hamburg/Alsterdorf. Das bundesweit erste und einzige Kurzfilmfestival „Klappe auf!“ zum Thema Inklusion vom 25. - 27. Oktober im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, wird von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf veranstaltet.
„Die Vielfalt der Gesellschaft erkennen, wertschätzen und nutzen.” Mit diesem Leitgedanken riefen die Organisatoren des „Klappe auf!“-Festivals unter der Leitung des Hamburger Filmemachers und Sozialarbeiters Andreas Grützner im letzten Herbst zu einem Kurzfilmwettbewerb auf. Die Resonanz war überwältigend – insgesamt 350 Filme wurden eingereicht. 33 haben es in den Wettbewerb geschafft, davon sechs Welturauf- führungen, die ins Rennen um die drei Jurypreise (insgesamt mit 3.000 Euro dotiert) sowie den Publikumspreis (1.000 Euro) und den Sonderpreis (1.000 Euro) gehen.
Das Kurzfilmfestival zeichnet besonders aus, dass auch in der gesamten Vorbereitung, Organisation und Durchführung Partizipation aktiv umgesetzt wird. In allen Bereichen – von der Filmauswahl bis hin zur Moderation der Filmabende – engagieren sich Menschen mit und ohne Behinderung. Die Wettbewerbsfilme werden barrierefrei vorgeführt, das heißt untertitelt, von einem Gebärdendolmetscher begleitet und mit Audiodeskription versehen.
Das Team geht mit seiner Definition des Begriffs Inklusion sogar noch einen Schritt weiter. Dazu Andreas Grützner: „Jeder Mensch braucht die Möglichkeit, sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – ob mit oder ohne Behinderung und das unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.”
Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Filmauswahl. Neben Arbeiten, die sich direkt mit dem Thema Inklusion befassen, finden sich auch Filme über gesellschaftliche Außenseiter sowie sehr phantasievolle Utopien einer besseren Gesellschaft. Auch formal sind der Vielfalt der Filmgenres keine Grenzen gesetzt: Die Auswahl reicht über Dokumentar- und Kurzspielfilme bis hin zu Animations- und Experimentalfilmen.
Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin, der gerade seinen neuen Spielfilm „The Cut” abgedreht hat und schneidet, übernahm die Schirmherrschaft für „Klappe auf!“: „Das Festival liegt mir besonders am Herzen, weil es sich für eine weltoffene Gesellschaft einsetzt und zeigt, welche Kraft im künstlerischen Ausdruck liegt.”

Programm und Karten gibt es unter: klappe-auf (wb)

Was ist Inklusion?
Inklusion ist laut Aktion Mensch verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben. Dabei wird keine „Normalität“ vorausgesetzt. Normal ist vielmehr die Vielfalt – das Vorhandensein von Unterschieden.
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