Gedenken an Zerstörung

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Ein Blick in das zerstörte Kirchenschiff von St. Jacobi. Das Gotteshaus wurde in den Fünfziger Jahren wiedererrichtet Foto: Archiv St. Jacobi

Vor 70 Jahren legten Bomben St. Jacobi in Schutt und Asche

Hamburg. Der heutige Mittwoch steht für die Hauptkirche St. Jacobi ganz im Zeichen ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg. Vor 70 Jahren, am 18. Juni 1944, überflogen an jenem Sonntag nach Augenzeugenberichten schon gegen 9.15 Uhr die ersten Bomberverbände die Hamburger Innenstadt. Benachbarte Häuser gerieten in Brand und dadurch fing auch die Jacobikirche Feuer. Gegen 12.20 Uhr stürzte der Turm ein.
Vor diesem Hintergrund gibt es in den kommenden Tagen eine Reihe von Veranstaltungen. Nach Glockengeläut, Andacht und Stille am heutigen Mittwoch gegen 12.20 Uhr wird eine Ausstellung mit historischen Fotos aus den Vierziger und Fünfziger Jahren und Aquarellen der zerstörten Kirche eröffnet. Um 18 Uhr beginnt eine Pilgerwanderung zu Orten der Zerstörung. Treffpunkt ist der Pilgerwegweiser von St. Jacobi. Ein etwa dreistündiger Rundweg führt die Teilnehmenden zu den Hauptkirchen und Orten, die mit Schuld, Gewalt und Rassismus in Verbindung stehen. Anmeldung im Pilgerbüro an: pilgern@jacobus.de oder Tel.: 040-30373713.
Am Sonntag, 29. Juni, können Interessierte nach dem Zehn-Uhr-Gottesdienst die Gewölbe besichtigen, die im Krieg völlig zerstört wurden und dann nach altem Vorbild in den Fünfziger Jahren wieder aufgebaut wurden. Am selben Tag wird in der Mittagsandacht gegen 12.30 Uhr einer weiteren Luftangriffswelle im Juli 1944 gedacht, bei der St. Jacobi endgültig zerstört wurde. (wb)
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