„Gibt es nichts Wichtigeres?“

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Sven Wiechmann installierte die Streuscheiben, die nun jeweils zwei gleichge schlechtliche Paare zeigen

Erste Reaktionen auf „Vielfaltampel“ in St. Georg

St. Georg. Ganz nach Wiener Vorbild hat Hamburg jetzt seine erste „Vielfaltampel“ bekommen. Die Zweite Bürgermeisterin und Gleichstellungs-Senatorin Katharina Fegebank sowie Verkehrs-Senator Frank Horch haben am Montag die erste neue Fußgängerampel an der Langen Reihe, Ecke Kirchenallee, mit den neuen Symbolen vorgestellt. Nur wenige Minuten brauchte Sven Wichmann, zuständig für Hamburgs Verkehrsanlagen, um die neuen Streuscheiben einzusetzen.
„Ein wenig Widerstand hatte es zunächst gegeben“, erinnert Katharina Fegebank, die sich nun mit ihrer Idee durchsetzen konnte. Ab sofort leuchten die schwul-lesbischen Pärchen an Hamburgs erster Vielfaltampel für mehr Toleranz. Mit der Aktion will Hamburg anlässlich des Christopher Street Days ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen. Bei positiver Resonanz sollen die nur 30 Euro teuren Scheiben auch nach dem Fest bleiben. Die Ampeln in Wien seien Dank des Internets in wenigen Tagen weltberühmt geworden, so Fegebank. „Die ganze Aktion kann man auch mit einem Augenzwinkern betrachten, lacht die Senatorin. Es sei eben nur einer von vielen Schritten hin zu mehr Akzeptanz in der Stadt. Was sagen die ersten Hamburger dazu? „Gibt es nicht auch viele andere Themen, die wichtiger sind als diese?“, so Christian Peters aus Uhlenhorst. Zoe und Katharina, beide 17, finden die Idee „richtig super“, „ein Symbol, mit Leuchtkraft quasi.“ (kg)
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