Grünes Klassenzimmer in St. Georg

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Zur Einweihung besuchten die Unterstützer den neuen Schulgarten. 2. Reihe hinten, v.l.: Karl-Heinz Ramke, Wolfgang Schüler, Andreas Baumgarten, Slava Alexander Drozdov und Christina Beusse-Schlegel Foto: sos

Stadtteilschule Mitte hat ersten eigenen Schulgarten offiziell eröffnet

Von Sonja Schmidt
St. Georg
Tomaten, Erbsen, Blattsalate und Kornblumen – die Stadtteilschule Mitte hat jetzt einen eigenen, prall gefüllten Schulgarten. Seit diesem Frühjahr haben Fünft- und Sechstklässler zahlreiche Samen gesät und die Beete gemeinsam mit Biologie-Lehrer Andreas Baumgarten vorbereitet. Bei der offiziellen Einweihung zeigten sich die Kinder begeistert von ihrem „grünen Klassenzimmer“. „Es ist so toll, dass wir alles selber anpflanzen dürfen. Und wir haben sogar das Gartenhaus eigenhändig gestrichen“, freute sich die 12-jährige Beyonce Owusu. Auch Schulleiterin Christina Beusse-Schlegel ist stolz auf den neuen Garten. „Zu einer Ganztagsschule gehört weitaus mehr als nur Deutsch, Mathe, Englisch. Der Schulgarten ermöglicht eine andere Seite des Lernens und macht unseren Schulhof attraktiver.“ Um das Schulgartenprogramm zu realisieren, brauchte es allerdings finanzielle Unterstützung. Neben Mitteln aus dem Verfügungsfonds fand sich dank der Mithilfe von Wolfgang Schüler, Quartiersmanager in St. Georg, schnell ein Spendengeber: Karl-Heinz Ramke, Immobilienbesitzer und Projektentwickler, investierte 10.000 Euro. „St. Georg liegt uns sehr am Herzen und die Idee für den Schulgarten finden wir großartig“, erklärte er. In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb „Schulbau Hamburg“ entstand so ein 100 Quadratmeter großes Areal für 130 Kinder der fünften und sechsten Klassen. Der Schulgarten ist im Biologie-Unterricht verankert und Lehrer Andreas Baumgarten vermittelt Schülern nun auch unter freiem Himmel regelmäßig in Theorie und Praxis wichtiges Wissen zur Natur- und Umwelterziehung. „Jäten ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber ansonsten haben die Kinder viel Spaß beim Ernten. Und seitdem ein Begrenzungszaun gezogen wurde, fressen die Kaninchen uns nicht mehr alles weg“, so Baumgarten. Was geerntet wird, können die Kinder in der Schulküche zubereiten, oder auch mal direkt vernaschen. Gedüngt werde rein natürlich, mit Kompost oder Holzspänen. Und auch ein kleiner Teich ist in Vorbereitung, so wird der Garten zu einem Biotop wie es im Schulbuch steht. In der Stadtteilschule Mitte werden rund 500 Kinder aus 78 verschiedenen Nationen unterrichtet. „Jedes Kind trägt mit seinem Wissen einen Teil dazu bei, dass der Garten wächst. Sie müssen sich absprechen und im Team zusammenarbeiten, das fördert den Zusammenhalt“, so Diplom-Sozialpädagogin Eyleen Zube. Außerdem solle auf dem Schulhof zukünftig noch weitaus mehr erwachsen, verriet Schulleiterin Beusse-Schlegel. „Bisher gibt es hier für die Kinder nicht viel zum Spielen, daher planen wir viel Neues. Zum Beispiel eine Boulder-Kletterwand.“
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2 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 18.07.2016 | 15:48  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 21.07.2016 | 13:53  
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