Hafencity: Neun neue Baustellen

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Der Chefmanager der Hafencity GmbH, Jürgen Bruns-Berentelg, gab einen Ausblick auf die anstehenden Bautätigkeiten und Entwicklungen in der Hafencity Foto: Malte Betz

Architektenwettbewerb für letztes Quartier, Elbbrücken, beginnt dieses Jahr

Von Malte Betz
Hafencity. In der Hafencity rückt der Anfang vom Ende erstmals in greifbare Nähe. Für das ‚Quartier Elbbrücken‘ wird in diesem Jahr der Architektenwettbewerb beginnen. Mit ihm wird der östlichste und damit letzte Teil der Hafencity konkrete Formen annehmen. Unter anderem sollen dort drei 150 Meter hohe Bürotürme und knapp 1000 Wohnungen entstehen. Zumindest in der städtebaulichen Planung wäre die Hafencity danach fertiggestellt.
Das war eine der Neuigkeiten, die Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity GmbH, vergangene Woche bei einem Rundgang über die kommenden Bautätigkeiten in der Hafencity verkünden konnte.
Insgesamt gehen dieses Jahr neun Gebäude mit einem Investitionsvolumen von 650 Millionen Euro din Bau. Sie haben eine Geschossfläche von 180 000 Quadratmetern. Das entspricht der Größe von über 25 Fußballplätzen.
Im nördlichen Überseequartier wird mit zwei Gebäuden die letzte Baulücke geschlossen. Im östlich gelegenen Lohesepark-Quartier beginnt ein großer Karree-Bau, unter anderem mit Sozialwohnungen (das Wochenblatt berichtete). Im Baakenhafenquartier, starten Planung für mehr als 720 Wohnungen, unter anderem in vier spektakulären Wasserhäusern. Daneben wird das elf Meter tiefe Hafenbecken einseitig mit Elbsand aufgeschüttet. Hierdurch entsteht später im größten Hafenbecken des Stadtteils ein kleiner Park.
Im Norden baut der Öl- und Energiehändler Marquard & Bahls seine Firmenzentrale, während nebenan der Hauptsitz der Gebrüder Heinemann (Duty-Free Gigant) erweitert wird.
In den südlichen Arealen wird es ebenfalls in 2014 hoch hergehen: Ein neuer, 55 Meter messender Turm wird im östlichen Strandkai-Quartier wachsen. Dort will 2016 Engel & Völkers einziehen. Ein weiterer Turm (70 Meter) geht mit der Grundsteinlegung im Laufe des Jahres neben der HafenCity Universität an den Start.
„Wir werden jünger, vielfältiger und kreativer“, sagte Bruns-Berentelg, der Chefmanager der Hafencity. „Jünger“ vor allem, weil im April die Hafencity Universität ihren Betrieb aufnehmen wird. Mit 2000 Studenten, unter anderem der Architektur, Stadtplanung und des Bauingenieurwesens, sorge sie für eine Belebung des Stadtteils. „Kreativer“, weil in diesem Jahr 6000 Quadratmeter der großen Lagerhallen hinter der ‚Oberhafen-Kantine‘ diversen Kunst- und Kulturschaffenden zur Nutzung übergeben werden. Außerdem werde die 8000 Quadratmeter große Ex-Lagerhalle auf dem Baakenhöft als Kultur-, Veranstaltungs- und Freizeitort ausgeschrieben, für zehn Jahre. Und „vielfältiger“, nicht zuletzt weil der Anteil der Familien mit Kindern in der Hafencity mit knapp 15 Prozent bereits größer ist als in anderen Teilen des Zentrums, wie Winterhude (11,7%), Neustadt (10,8%) und Eimsbüttel (12,2%).
Rund vier der gut acht Milliarden Euro an privaten Investitionen sind mittlerweile verbaut bzw. verplant. Hinzu kommen noch einmal 2,4 Milliarden von der Stadt für die Infrastruktur. 2025 soll die Hafencity fertig sein und dann unter anderem 6000 Wohnungen und 35 000 Büroarbeitsplätze beherbergen. (bez)
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