Halbes Jahrhundert für die Kunst in Hamburg

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Die Galeristin Renate Kammer wurde vom Senat für ihr langjähriges Engagement in der Hamburger Kunstszene ausgezeichnet Foto: Hörmann

Münzviertel: Galeristin Renate Kammer fördert Talente

Hamburg. Es ist immer etwas besonderes, Menschen zu treffen, die für ihre Arbeit brennen. Menschen, die nicht wirklich zwischen Job und Privatleben trennen, die nicht die Stunden zählen, die sie arbeiten und die wirklich Spaß an ihrer Tätigkeit haben – und die für ihren Beruf nicht nur eine große Liebe empfinden, sondern auch noch das Talent mitbringen, ihn ganz besonders gut zu machen. Genau so ein Mensch ist Renate Kammer.
Die Galeristin ist seit 1966 auf dem Hamburger Kunstmarkt aktiv, gründete damals mit ihrem Mann eine Galerie in Pöseldorf. Sie holte die großen Namen der amerikanischen Pop Art nach Hamburg, der prominenteste: Andy Warhol. „Damals war Pöseldorf das Zentrum der künstlerischen Aktivitäten in Hamburg“, sagt Renate Kammer, „es war eine tolle Zeit.“
Heute führt die Kunstliebhaberin eine Galerie am Münzplatz in der Innenstadt. Die Kunstszene hat sich seit den 90er-Jahren immer mehr in die City verlagert – und da zog die quirlige Galeristin natürlich mit. Doch es sind nicht allein die Verkaufserfolge, die Renate Kammer auszeichnen. Das Bild der Kunstkennerin wird erst komplett, wenn man ihr umfangreiches ehrenamtliches Engagement betrachtet, für das der Hamburger Senat die Galeristin kürzlich sogar mit der Biermann-Ratjen Medaille ausgezeichnet hat. Renate Kammer ist im Vorstand des Kulturforums Hamburg, im Vorstand Hamburger Architektursommer e.V. und seit 2007 im Rundfunkrat des NDR.

Sicheres Gespür

Sie war 14 Jahre Aufsichtsratsmitglied der Deichtorhallen und rückte als Sprecherin der Hamburger Galerien die Gegenwartskunst ins öffentliche Interesse. „Mit ihrem sicheren Gespür und Qualitätsgefühl hat Renate Kammer in den vergangenen 50 Jahren ihrer Tätigkeit als Galeristin und Kulturfrau das Hamburger Kunstleben maßgeblich mit geprägt“, so Kultursenatorin Barbara Kisseler, „mit ihrem Einsatz für die zeitgenössische Kunst hat sie in der Hamburger Kunstszene Pionierarbeit geleistet.“
Die Galeristin bleibt angesichts des großen Lobs gelassen: „Kunst ist einfach mein wichtigster Lebensbereich – und zwar rund um die Uhr, auch in meinem Freundeskreis dreht sich fast alles immer um Kunst.“ Bei „ihren“ Künstlern, zur Zeit betreut sie 15, macht sie regelmäßig Atelierbesuche, hilft bei der Suche nach anderen Ausstellungsmöglichkeiten oder gibt Kataloge mit deren Arbeiten heraus.
Ihre neue Ausstellung „Abstraktion – Gestik – Rhythmus“ am Münzplatz stellt gleich fünf Künstler vor und damit verschiedene Positionen der abstrakten Malerei (sh)

Bis 4. April, Di-Fr 12-18 Uhr, Sa11-Uhr, Galerie Renate Kammer Architektur und Kunst, Münzplatz 11, Tel.: 23 26 51
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