Hamburg: Frühstücken im „Hoffnungsort“

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Brigitte Rave und Petra Gödecke arbeiten seit Jahren als freiwillige Helferinnen beim Kirchencafé und freuen sich über weitere Helfer und KuchenspendenFoto: Grell

Das Kirchencafé bei St. Jacobi besteht seit 15 Jahren

Hamburg. Es duftet nach frisch gebrühtem Kaffee und Gebäck. Geschirr klappert leise, ein paar Gäste plaudern ungezwungen, Einzelne lesen Zeitung. Ein normaler Tag im Kirchencafé St. Jacobi – und das nun schon seit 15 Jahren. Diesen Geburtstag konnten jetzt die Stiftung
„hoffnungsorte hamburg“, vormals Stadtmission“, sowie der Kirchenkreis Hamburg-Ost feiern. Sie hatten seinerzeit das Café eingerichtet. Christliche Gastfreundschaft steht hier an erster Stelle, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gibt es gegen Spende und herzliche Worte und nette Gespräche gleich ganz umsonst dazu. Ehrenamtlich geführt ist das Kirchencafé ein beliebter Treffpunkt für die Mittagspause, lockt Touristen an und kann von 15.000 Gästen im Jahr sprechen. Das kleine Pausencafé an der St.-Jacobi-Kirche ist ein Ort mitten in der turbulenten Innenstadt, zum Ausruhen, gemeinsamen Klönsnack und der Gemütlichkeit. Im November 1998 eröffnet, ist „das Kirchencafé an heiligen Mauern, auf weltlichem Pflaster entstanden“, so Diakon Mark Möller, der Leiter dieser Begegnungsstätte. 13 Männer und Frauen zwischen 30 und 72 Jahren arbeiten im Café ehrenamtlich, darunter auch Brigitte Rave und Petra Gödecke. „Wir bewirten hier Gäste aus der ganzen Welt und beobachten, wie die ungezwungene Atmosphäre auf die Besucher wirkt, die schnell miteinander ins Gespräch kommen.“ Im Kirchencafé ist alles kostenlos und wird allein aus den Spenden der Gäste und durch Zuschüsse der Träger finanziert. Dabei tut der Verein dann nebenbei auch noch Gutes und spendet zehn Prozent der Einnahmen für das Projekt „Migrantenmedizin westend“ in Wilhelmsburg. Dort werden Migranten medizinisch versorgt, die keine Papiere und keine Krankenversicherung haben. Die meisten Tees und Kaffees im Kirchencafé stammen aus fairem Handel. Diakon Mark Möller hat noch etwas Kurioses entdeckt: „Bei schönem Wetter kommen mehr Männer, bei schlechtem Wetter mehr Frauen ins Café.“ (kg)

Das Kirchencafé, Steinstr. 18, Mo und Fr 11.30-14.30 Uhr, Di und Do 11.30-18.30 Uhr. Freiwillige Helfer und Kuchenspenden gesucht. Kontakt zu Leiter Mark Möller unter moeller@hoffnungsorte-hamburg.de oder Tel.: 76 75 76 46
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