Hamburg: Pläne für die Partyzone

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So könnte es in Zukunft am Baakenhöft aussehen: Die neue „praHHa“ (linker Pfeil), das Kulturschif „Stubnitz“ (rechter Pfeil), die Fläche dazwischen mit einer Konzert-Halle und zahlreichen Aktionsflächen. Eine Baake als markanter Aussichtspunkt darf natürlich auch nicht fehlen (rechts). Die dargestellten Badebassins ergänzen den Planungsentwurf.

Baakenhöft: Medien-Unternehmer Frank Otto will weiteres und größeres Kulturschiff ausrüsten

Von Klaus Schlichtmann
Hamburg. Seit gut zwei Jahren laufen die Planungen für eine kulturelle Interims-Nutzung des Baakenhöfts, bis dort irgendwann einmal ein Wohngebiet entsteht. Am Kai liegt bereits die „Stubnitz“, ein ehemaliges Fischereischiff aus Rostock, das seit 2013 so etwas wie eine Pilgerstätte für Kulturschaffende und Musiker ist. Während sie in Kürze das Quartier verlassen muss – die Kaimauer wird saniert – planen der Hamburger Medien-Unternehmer Frank Otto und einige Mitstreiter schon an einem ganz ähnlichen Projekt.
Sie wollen das frühere Werkstattschiff „200 323 CSPL“, 1980 auf der Menzer-Werft in Geesthacht auf Kiel gelegt, zu einem Veranstaltungs- und Kulturschiff umbauen, zu einem Event-Hotspot, der weit über die Grenzen der Hafen-City einen besonderen Akzent setzt. Am kommenden Dienstag, 19. August, treffen sich Otto und Mitstreiter mit Vertretern der Hafen-City GmbH, um die letzten Details wie Lärmschutz, Parkplatzsituation sowie die endgültige Position des Schiffes am Baakenhöft zu besprechen. „Wir hoffen, dass es nach dem Behörden-Treffen nun endlich grünes Licht für unsere Pläne gibt und wir mit dem Umbau des Schiffes beginnen können“, erklärt Frank Otto.
Ein Millionen-Projekt, das nahezu einmalig in Deutschland sein werde. Das Schiff – dann mit dem Namen „praHHa“ – wird zwei große Veranstaltungsbereiche unter Deck erhalten, dazu Bar und Clubraum, ein Restaurant, einen Showroom für Performances, Autorenlesungen und Bühne für Nachwuchskünstler und eine Galerie mit Fokus auf osteuropäische Künstler.
70 Meter lang, gut zehn Meter breit, 3,85 Meter hoch - das sind die Maße von „200 323 CSPL“, die später einmal „praHHa“ heißen und ein Kulturschiff werden soll. Noch liegt das 34 Jahre alte Schiff – abgedeckt mit einer grauen Plane – in einem Hamburger Hafenbecken. Es liegt quasi im Dornröschenschlaf. Eigentlich sollte es längst an der Kaimauer am Baakenhöft festgemacht haben, in bester Lage in der Hafen-City. Außer Veranstaltungsräumen und Gastronomie wollen Frank Otto und seine Mitstreiter auch Kabinen als Übernachtungs-Möglichkeit für Künstler und Musiker einbauen, eine Sonnenterrasse auf dem Oberdeck, weitere Tagungsräume – eine schwimmende Plattform für Konzerte, Theater, Filmvorführungen. Frank Otto: „Unsere Philosphie ist es, mit diesem Schiff einen maritimen Ort zu schaffen, der als Botschaft zwischen den Kulturen eine Brücke schlägt.“ Auch die Freifläche zwischen den beiden Eventschiffen „Stubnitz“ und „praHHa“ soll mit einer Veranstaltungshalle für bis zu 5.000 Besucher sowie diversen Aktions- Sport- und Entspannungsbereichen mit einbezogen werden, wahrscheinlich zunächst auf etwa zehn Jahre konzipiert und begrenzt. Wenn alles optimal läuft, könnte dann die „Kultur-und Eventhalbinsel Baakenhöft“ Ende nächsten Jahres Realität  werden und ein neuer, innovativer Höhepunkt in der Hafencity sein.
Ein geplantes Badeschiff, ähnlich wie in Berlin, wird es an dieser Stelle allerdings leider nicht geben. (ks)
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