Hamburger Klinik seit 150 Jahren

Anzeige
In diesem Privathaus in der Langen Reihe 81 wurde 1864 das Marienkrankenhaus gegründet - mit 20 BettenFotos: Marienkrankenhaus

Marienkrankenhaus: 90.000 Patienten

Hamburg. Wenn eine Institution 150 Jahre alt wird, darf der Bürgermeister bei der Feier nicht fehlen. Vergangene Woche beging das Marienkrankenhaus in der Alfredstraße dieses denkwürdige Jubiläum. Zum Empfang im Mariendom sprach Olaf Scholz das Grußwort.
Gegründet worden war die Klinik am 18. März 1864 von vier Ordensschwestern vom Heiligen Karl Borromäus in einem Privathaus in der Langen Reihe 81. In den ersten Monaten betreuten die Schwestern und der Hamburger Chirurg Dr. August Friedrich Danzel in sieben Zimmern und 20 Betten Versehrte des preußisch-österreichischen Krieges. Nach dessen Ende im Oktober 1864 konnte das Marienkrankenhaus seine Dienste der gesamten Bevölkerung anbieten.
Bereits 1875 gab es 16 Krankenzimmer, ein Arztzimmer, ein Operationszimmer und ein Verbandszimmer. Immer wieder mussten Patienten wegen Überfüllung der Räume abgewiesen werden. Ein Neubau an anderer Stelle wurde nötig. Nach einem Spendenaufruf prominenter Katholiken wiesen Senat und Bürgerschaft dem Marienkrankenhaus im Jahr 1880 ein 4.500 Quadratmeter großes Grundstück an der Ecke Anger- und Alfredstraße zu – hier ist das Marienkrankenhaus bis heute beheimatet. Im März 1882 wurde der Neubau nach den Plänen des Hamburger Architekten Martin Haller eingeweiht. Er bot zunächst rund 100 Patienten Platz. Doch weil die Zahl der bahandelten Patienten stetig stieg, musste weiter angebaut werden. Um 1910 war das Marienkrankenhaus mit 800 Betten die größte Privatklinik im Deutschen Reich.
Heute behandelt das Marienkrankenhaus pro Jahr rund 90.000 stationäre und ambulante Patienten in 13 Fachabteilungen. 1.700 Mitarbeiter sorgen für reibungslose Abläufe. Rund 3200 Babys erblicken hier jährlich das Licht der Welt. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige