Hinter den Kulissen der Orgel

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Die zerlegte Orgel kann jetzt in der Kirche besichtigt werden. Am 9. September nach dem Gottesdienst besteht die Gelegenheit das Innere des Instrumentes kennenzulernen

TÜV für die Musik

St. Georg. Wer in diesen Wochen zum Gottesdienst nach St. Georg kommt, der muss mit Orgelmusik von einem kleinen Holzinstrument vorlieb nehmen. Die große Orgel, die oben im Kirchenschiff platziert ist, liegt zurzeit in alle seine Einzelteile zerlegt, auf dem Steinboden.
Das 1959 von der Firma Walcker gebaute Stück, das gleich zwei Jahre nach dem Wiederaufbau der Kirche entstand, muss gereinigt und neu gestimmt werden.
„Nach zehn bis zwanzig Jahren eine Routinesache“, erklären Orgelbauer Raphael Lüssing und Michael Glück. Es sei etwas ganz Besonderes, dass Kirchenschiff und Orgel noch aus derselben Zeit stammen und künstlerisch eine Einheit bilden, weiß das Gemeindeteam, das jetzt einen Blick hinter die Kulissen der Orgel anbieten möchte. Wo aufgrund der Sanierungsarbeiten die Pfeifen noch nicht wieder eingebaut sind und der Blick frei ist auf den Mechanismus in der Orgel, lädt die Gemeinde alle Interessierten ein, sich diese Leitungen, Ventile, Röhren und vielen Einzelteile einmal anzusehen.
Bei 56 Tasten gibt es bis zu 3000 Pfeiffen, die nun mit Tüchern und Zahnbürsten gesäubert und bei Beschädigung auch teilweise ersetzt werden müssen. Eine interessante Arbeit für die beiden Orgelbauer. Auch Raphael Lüssing, der hier seine Ausbildung gemacht hat, ist von seinem Job überzeugt. „Wir haben eine abwechslungsreiche Arbeit, die sowohl mit Musik als auch mit Handwerk und Geschick zu tun hat“, so der junge Orgelbauer und leidenschaftliche Musiker. Alle, die sich die zerlegte Orgel einmal anschauen möchten, können am 9. September nach dem Gottesdienst um 11.20 Uhr in die Kirche kommen. (kg)
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