Hobby Stadtteilfotografie - der Hund ist Schuld

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Heinz Bartkowiak ist Stadtteilfotograf und Hundehalter - das passt optimal zusammen. Foto: Grell

Heinz Stefan Bartkowiak blickt durch das Objektiv aufs Detail - 80 Bildhefte wurden schon veröffentlicht

St. Georg. Heinz Stefan Bartkowiak fotografiert Stadtteile. Auch St. Georg hat er auf seinen Rundgängen durchstreift. „Ich bin so viel mit dem Hund unterwegs und nehme dabei die Kamera mit“, erklärt er seine Leidenschaft zum künstlerischen Detail. Der gebürtige Stuttgarter studierte, nach einer Lehre zum Verlagskaufmann, Design mit Schwerpunkt Illustration an der Meisterschule für Grafik Druck und Werbung und an der Hochschule für Bildende Künste.
Bartkowiaks kleine Bildhefte, in Hochglanz produziert, bieten dem Betrachter durch skurrile Einblicke ganz neue Perspektiven. Mal wird - in eine Fensterscheibe hinein fotografiert - eine ganze Häuserfront sichtbar, dann wieder bleibt hinter einem schnöden Plastikvorhang die Welt dahinter verborgen. Heinz Stefan Bartkowiak beobachtet die Stadtteile, die er für seine Fotosafari ausgewählt hat. und nimmt dann die Ausschnitte in den Fokus, die ihm besonders interessant und zeigenswert erscheinen. Überhaupt haben es dem Siebzigjährigen die Ausschnitte angetan. In seinem Heft „strange faces“ hat er in Alltäglichem Gesichter entdeckt und abgelichtet.
Ein paar Schrauben, darunter eine kleine querliegende Metallstange und nicht zuletzt ein dubioser Strich bilden mal lachende Gesichter, mal verwunderte, mal andere, die dem Betrachter die Zunge entgegenstrecken. Doch auch die Schlösser an Hamburgs Brücken haben Bartkowiak fasziniert. Er hat sie fotografiert, vielleicht noch rechtzeitig, bevor sie entfernt werden, denn nicht alle von ihnen bleiben in Hamburg für die Ewigkeit hängen. „Thomas und Renate“ schwören sich da auf feuerrotem Untergrund die Liebe für alle Zeiten und auch Eric und Markus wollten sich die Treue auf eisernem Untergrund versprechen. Etwa 80 Hefte sind so schon entstanden. Und da der Hund regelmäßig raus muss, werden es bestimmt noch ein paar mehr werden. Vielleicht hat es an einem der Tage, an denen der Fotograf künstlerisch tätig werden wollte, zu stark geregnet, denn es gibt auch einen Bildband mit zerknülltem Papier. Ordentlich in der Mitte des Bildes positioniert ist es dann eigentlich nur die optische Verschiedenheit der verknüllten Stücke, die auf jeder Seite etwas Neues zeigt. Die Bücher des Künstlers können in der Buchhandlung Wohlers und auch in der Geschichtswerkstatt am Hansaplatz als kleine Geschenkidee erworben werden. (kg)
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