Hochbahn baut Hybridflotte aus

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Eine „grüne“ Kooperation: Jens-Michael May (Geschäftsführer der HOCHBAHN-Töchter JASPER und SBG), Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation), Günter Elste (HOCHBAHN-Chef), Hans Ramér (Europa-Chef Volvo Busse) und Günter Kallus (Geschäftsführer Volvo Deutschland).

„Grüne“ Kraft voraus

City. Hamburgs Busflotte ist jetzt noch ein Stück „grüner“: Am vergangenen Mittwoch stellte die Hamburger Hochbahn AG zehn neue Parallelhybridbusse am Fischmarkt in St. Pauli vor. Ab sofort werden insgesamt fünf Fahrzeuge bei der HOCHBAHN-Tochter Süderelbe Bus GmbH und sieben bei Jasper, die viele Innenstadtlinien bedient, unterwegs sein (siehe Infokasten) - und das vor allem umweltfreundlicher als herkömmliche Dieselbusse. Andreas Riekhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, betonte die Bedeutung alternativer Antriebstechnologien für Hamburg: „Der Einsatz schadstoffarmer Antriebstechnologien ist für unsere Wirtschaftsmetropole mit Blick auf Innovationskraft, Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lebensqualität von zentraler Bedeutung.“ Die wesentlichen Vorteile von Hybridbussen mit Parallelantrieb: Laut Hochbahn liegt die Ersparnis bei zwei Testfahrzeugen, die seit vergangenem Sommer in einem Tochterunternehmen eingesetzt werden, bei deutlich über 20 Prozent. Schädliche Abgasemissionen können bis um die Hälfte reduziert werden. Möglich wird dies durch die effiziente Kombination von Dieselmotor- und Elektroantrieb.
So wird bei den neuen Bussen des Typs Volvo 7700 Hybrid beispielsweise beim Bremsen anfallende Energie in eine Lithium-Ionen Batterie gespeichert und für den Antrieb des Busses genutzt. Wenn der Bus stillsteht - an einer Haltestelle bei einem Fahrtgastwechsel oder an der Ampel -, wird der Dieselmotor ausgeschaltet.
Beim Anfahren und zum Beschleunigen bis etwa 20 Kilometer pro Stunde kommt dann der fast geräuschlose Elektromotor zum Einsatz. Dann erst startet der Dieselmotor. Das Ergebnis: Neben dem Kraftstoffverbrauch sinken zugleich die Emissionen. „Grüne“ Gründe für die Hochbahn diese Technologie weiter zu erproben. Dazu Hochbahn-Vorstandsvorsitzender Günter Elste: „Wir verfolgen auch weiterhin konsequent unser Ziel, ab 2020 möglichst nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen. Wir sehen dabei den Einsatz der Ressourcen schonenden, parallelen Hybridtechnik als wichtigen Schritt in eine ‚grüne’ Zukunft und nutzen sie als vielversprechende Übergangstechnologie.“ Neben den Parallelhybridbussen, testet die Hamburger Hochbahn derzeit Dieselhybridbusse mit seriellem Antrieb (BusBus) und Brennstoffzellenhybridbusse (SauberBus). (ab)

Auf diesen Linien der Hochbahn-Tochter Jasper werden die neuen Hybridbusse im Einsatz sein:
• 172: Mundsburger Brücke – Lentersweg / Im Grünen Grunde
•173: Mundsburger Brücke – Am Stühm-Süd / Bramfelder Dorfplatz
• 118: U Kellinghusenstraße / U Sengelmannstraße – U Wandsbek-Gartenstadt
• 213: U Barmbek – U Billstedt
• 312: Osterbrookplatz – U/S Berliner Tor
• 112: Neumühlen / Övelgönne – Osterbrookplatz (über HBF)
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