„Hölty“ muss saniert werden

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Der Höltyspielplatz im Stadtteil Uhlenhorst ist ein beliebter Treffpunkt für Familie aus dem Viertel Foto: Grell
Uhlenhorst Viele Spielplätze im Bezirk Nord sind sanierungsbedürftig, darunter auch der beliebte Höltyspielplatz, der jetzt nach einem Beteiligungsverfahren instandgesetzt werden soll. Über 150.000 Euro müssen dafür in die Hand genommen werden, doch „es ist wirklich dringend notwendig, dass hier etwas passiert“, meint auch Tagesmutter Petra Glage, die fast jeden Tag mit ihren Kindern vorbeikommt und schon schlimme Mängel entdecken musste. „In der Sandkiste gucken die Nägel aus dem Holzrahmen“, beklagt die Frau, die den Spielplatz seit vierzig Jahren kennt und dessen Verfall miterleben musste. Genau der soll jetzt ein Ende haben.

Die Zusammenarbeit mit dem Bezirk in Sachen Planung der Sanierungen sei sogar vorbildlich gewesen, betonen die Eltern, die hier regelmäßig herkommen. Auch Max (6) und Leni (8) finden den Spielplatz „einfach richtig toll“, vermissen nur ein paar neue Spielgeräte. Am meisten wünschten sich die Kinder eine Wasserstelle, die aber aufgrund des Betreuungsaufwandes dann im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wieder verworfen wurde. Realisiert werden können ein Klettergerüst, das auch für ältere Kinder einladend sein soll und neue Sitzmöglichkeiten. „Auch die beiden riesigen Container werden abgerissen“, erklärt Petra Glage, die dort immer ihre Spielgeräte aufbewahrt. Ein neuer Container wurde ihr allerdings im Zuge der Sanierungsarbeiten versprochen.

Man müsse bei den Planungen immer abwägen, welche Vor- und Nachteile Neuanschaffungen mit sich bringen“, so die Tagesmutter. Ein Basketballkorb hätte beispielsweise den größeren Kindern gut gefallen, ließe sich aber nicht mit den Bedürfnissen der ganz Kleinen vereinbaren, die sich viel bewegen und über die gesamte Fläche laufen.

Vor dem Abriss steht ein altes Betriebshäuschen, das nicht mehr sanierungsfähig ist. Zwei Toiletten auf dem Platz sollen allerdings erhalten bleiben und auch von der Bezirksversammlung Nord mit 20.000 Euro unterstützt werden.
Sowohl die Grüne- als auch die SPD-Fraktion hatten sich dafür eingesetzt. Mit diesem Geld werden Umbauarbeiten am Toilettenhäuschen finanziert, die nicht aus dem Etat für die komplette Umgestaltung gedeckt werden können.

Carmen Möller, Sprecherin der Grünen Fraktion Nord für die Uhlenhorst, erläutert: „Nicht viele Kinderspielplätze haben überhaupt eine Toilettenanlage“. Anschlüsse für Wasser und Strom müssten zwar neu verlegt werden, die Infrastruktur des Spielplatzes bleibe aber dadurch erhalten. „Wir sind gespannt auf den neuen Platz“, meinen auch Max und Leni, die in den Sommerferien nicht in Hamburg sind, danach aber sofort nachschauen wollen, was aus ihrem geliebten „Hölty“ geworden ist. (kg)
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