Hohenfelde braucht einen Jugendtreff

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Die Jugendlichen von Hohenfelde brauchen einen neuen Jugendclub, weil der alte abgerissen wurde. Der Spielplatz ist nur zum Teil für große Kinder gedacht. Foto: kg

Bezirk gibt keinen Mietzuschuss - Spender werden gesucht

Hohenfelde. Die Jugendlichen in Hohenfelde suchen dringend nach neuen Räumen für einen Treffpunkt. Seit das ehemalige Gebäude am Mühlendamm abgerissen wurde, stehen die Kids seit einem Jahr praktisch auf der Straße.
Zwar gibt es für die meisten von ihnen einen Spielplatz gleich um die Ecke, doch sind Schaukel und Rutsche nicht wirklich cool für Heranwachsende, die tausend kreative Ideen im Kopf haben. Vorerst treffen sich die Sozialpädagogen und die ungefähr 20 Jugendlichen, die regelmäßig in den Treff gekommen sind, deshalb vorübergehend vor der eigenen Haustür und starten dann von dort aus ihre Unternehmungen.
Für Hausaufgaben und besonders schlechtes Wetter steht eine Wohnung in der Einrichtung von „pflegen und wohnen“ zur Verfügung, doch eine Lösung ist das nicht. Die Jugendlichen haben eine genaue Vorstellung von ihrem Club. Er sollte nicht zu klein sein und Platz bieten für einen Fußballkicker und eventuelle auch einen Billardtisch. Die Mädchen wünschen sich ein Sofa zum Chillen und „ein Schlagzeug zum Üben, das wäre auch genial“. Welche Wünsche am Ende in Erfüllung gehen können, das hängt davon ab, wie viele Spenden noch zusammenkommen.
Vom Bezirk gibt es für die Miete leider kein Geld und deshalb sind die Betreuer selber aktiv geworden und haben nach Sponsoren Ausschau gehalten. Jannik Gresbrand und Maria Ahrens kümmern sich fast täglich um die Freizeitgestaltung der Jugendlichen und haben bereits stolze 1000 Euro monatlich zusammenbekommen, um die Miete für ein Objekt aufbringen zu können Ein Raum in der Güntherstraße, der interessant sein könnte und bei dem schon die ersten Gespräche stattgefunden haben, würde allerdings noch einmal 500 Euro zusätzlich fordern. Danach würden Möbel und Ausstattung notwendig werden und die Suche nach Geldern ist somit noch lange nicht abgeschlossen. „Auch über einen Hinweis, wo es geeignete Räume geben könnte, sind wir absolut dankbar“, so Jannik Gresbrand, der unbedingt noch vor dem Winter eine neue Räumlichkeit gefunden haben möchte. „Schön wäre schon ein Objekt im Erdgeschoss“, so der Sozialpädagoge, „aber kein Muss“. Wer die Jugendlichen voller Motivation auf dem kleinen Klettergerüst beobachten kann, der weiß, dass hier nicht der richtige Ort für sie ist. „Immer draußen rumhängen ist langweilig“, meinen die Jugendlichen, die sich schon auf ihren Treff in Hohenfelde freuen.
„Wo sollen wir denn hin, wenn wir kein Haus der Jugend bekommen?“ Da es bisher noch keinen Raum gibt, gehen sie an diesem Nachmittag noch einmal zum Eisessen, denn noch erlauben das die Temperaturen. „Es wird klappen“, die Jugendlichen sind ganz zuversichtlich und hoffen darauf, bald noch weitere Unterstützer für ihr Projekt zu finden. (kg)

Jugendliche suchen Jugendclub, Tel.: 648 50 215, leitung@treff-hohenfelde.de
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