Kirchenhüter gesucht

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Heike und Willi Gilster sind bereits Kirchenhüter an St. Katharinen. Ihnen macht diese Aufgabe sehr viel SpaßFotos: Grell
 
Pastorin Maren Trautmann hat nun den Blick auf die große Wiedereröffnung nach der Sanierung im Auge, die am ersten Advent stattfinden soll

St. Katharinen braucht freiwillige Helfer

Altstadt. Die Katharinen-Kirche gegenüber der Speicherstadt möchte ihre Kirchenhüter jetzt auf die gesamte Woche verteilen. Wie an anderen Hauptkirchen auch, gibt es hier Freiwillige, die dafür sorgen, dass die Besucher gebührend begrüßt und bei Bedarf auch betreut werden. Bisher galt dieser zusätzliche Service nur für das Wochenende.
Vermittler
Ab dem nächsten Jahr soll es nun an allen Tagen der Woche einen Kirchenhüter geben, der von 11 bis 17 Uhr Ansprechpartner für Menschen aus der ganzen Welt ist. Maren Trautmann, eine der Pastoren an St. Katharinen, hält heute, ein paar Wochen nach dem Start der Suche, bereits 60 Bewerbungen in der Hand. „Es können sich aber gern noch weitere melden“, so die Pastorin, die sich vorerst in den Mutterschutz verabschieden wird.
Nach der großen Wiedereröffnung am 2. Dezember diesen Jahres, soll es an allen Wochentagen einen Zuständigen geben, der nicht nur über die Geschichte der Kirche Bescheid weiß, sondern auch Postkarten verkauft und die Fragen der Besucher beantwortet. „Nicht immer haben die mit der Kirche selber zutun“, lacht Maren Trautmann.
„Es gibt auch Besucher, die eigentlich den Michel suchen oder fragen, ob sie die Toilette benutzen dürfen“. Auch diese Leute sollen dann ernst genommen und mit einer Antwort versorgt werden. Der Kirchenhüter ist somit ein Vermittler zwischen Kirche und Besuchern. Er empfängt und begrüßt und hilft auch bei Gelegenheit, den richtigen Weg zu finden. Ein Führer durch die Kirche ist er allerdings nicht.
Pro Schicht sollen dann mehrere freiwillige Helfer eingesetzt werden, denn von 11 bis 17 Uhr ist doch eine relativ lange Zeit, wissen auch die Kirchenvorsteher, die sich deshalb freuen, möglichst viele Bewerber in ihre Ausbildung schicken zu können. Jeweils vier Stunden an vier Abenden dauert die Einführung in das Amt und im Frühjahr soll ein neuer Durchgang gestartet werden. Erfahren wird bei dem Lehrgang viel über die Kirche selber, den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und die Geschichte von St. Katharinen. Was der Ehrenamtlich selber von diesem unbezahlten Job habe?
„Ganz einfach“, weiß Maren Trautmann, „er lernt Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennen, erfährt interessante Kontakte und darf einen Tag lang an einem ganz besonderen Ort wie diesem arbeiten.
Viele der Freiwilligen seien bereits Rentner und hätten deshalb freie Zeit zur Verfügung, berichtet die Pastorin, die zwischen den Bewerbern die aussucht, die dann für die Tätigkeit in Frage kommen, Besondere Fähigkeiten müssen eigentlich gar nicht mitgebracht werden.
Die Lust am Umgang mit Menschen reiche bereits aus. Nur wer selber unter zu vielen Belastungen leide, der könne sich dann nicht auf die Betreuung anderen einlassen.
„Man darf andere nicht mit eigenen Texten überhäufen, heißt das“, erläutert die Pastorin, die sich über den großen Andrang auf das Amt des Kirchenhüters freut, und nun zunächst die große Wiedereröffnung im Blick hat. (kg)

Katharinen sucht Kirchenhüter, Tel.: 30 37 47 44, große Wiedereröffnung am 2. Dezember um 12 Uhr, Hauptkirche St. Katharinen, Katharinenkirchhof 1, Bürozeiten 9 bis 12 Uhr
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