Kulinarischer Kalender für St. Georg

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MultiKulti ist gescheiter ist das Motto des neuen Kalenders.

MultiKulti ist gescheiter

St. Georg. Das Bahnhofsviertel St. Georg, in dem Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern wohnen, hat jetzt einen Multikulti-Kalender bekommen. Ein kulinarisches Kunstwerk mit Fotos von Mathias Thurm und tollen Rezepten von zwölf Hobby-Köchen füllen die Kalenderblätter und machen ihn durch seine spezielle Idee einmalig. Nachbarn aus dem Stadtteil zeigen sich in ihrer Küche von einer ganz köstlichen Seite. Ihre Lieblingsgerichte mit genauen Beschreibungen der Zubereitung erscheinen in dem neuen Kalender mit Appetit anregenden Fotos. Tita aus Brasilien zeigt da ein brasilianisches Bohnengericht und Hauri aus Indonesien von der Insel Java präsentiert Hähnchen in balinesischer Soße. Die Idee zu diesem Kalender entwickelten die Mitglieder der Geschichtswerkstatt. Bereits vor vier Jahren hatte es ein ähnliches Projekt mit Fotos alter Läden aus dem Stadtteil gegeben. Die Köche für diesen zweiten Kalender zusammenzutrommeln, erwies sich dann „doch schwieriger als erwartet“, berichtete Bernhard Stietz-Leipnitz zur Eröffnung der begleitenden Ausstellung im Kulturladen in der Alexanderstraße. Auf der Straße habe man die St.Georger angesprochen, in den Läden nach Mitmachern gesucht und am Ende die zwölf Nationalitäten nun in einer Veröffentlichung vereint. Gerda Cencipere und Mutter Regina Pantel aus Lettland haben sich sofort für den Kalender entschieden. „Da hatten wir gleich Lust mitzumachen“, erinnert Gerda, die an einem Filmprojekt für St. Georg arbeitet und seit 6 Jahren im Stadtteil lebt. Zusammen mit ihrer Mutter hat sie die typisch lettische Brotsuppe vorgestellt, die zur Verwertung alter Brotreste dient und einen absolut leckeren Nachtisch darstellt. Aus dem Motto der Kanzlerin, MultiKulti sei gescheitert hat die Geschichtswerkstatt mit der Streichung des letzten Buchstabens des Zitates ein völlig neues Konzept entstehen lassen. „MultiKulti ist gescheiter“, ist das Motto des Kalenders und die Vielfalt der Gerichte so bunt, wie das Leben im Stadtteil. Anschauliche Fotos für jeden Schritt der Zubereitung, Die Köche in ihrer eigenen Küche, die Beschreibung für das Erstellen des Gerichtes und eine Liste der Zutaten bringen jeden Kalenderbesitzer spätestens kurz vor dem Umklappen des Blattes zum nächsten Monat auf den Geschmack, das Menü einmal selber auszuprobieren. Ein weiteres Highlight der Neuerscheinung ist die Markierung aller Feiertage der unterschiedlichen Religionen. Wer an dem Kalender interessiert ist, kann ihn an verschiedenen Orten in St. Georg kaufen und die Bilder zudem noch bis Ende Oktober im Kulturladen ansehen. (kg)
Info: MultiKulti ist gescheiter, ein Kalenderprojekt der Geschichtswerkstatt, 14,50 Euro, zu kaufen beim Kulturladen, in der Geschichtswerkstatt, bei der Buchhandlung Wohlers und anderen Orten, Ausstellung bis Ende Oktober im Kulturladen, Alexanderstraße 16 während der Öffnungszeiten, Eintritt frei. (kg)
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