Logenplatz an der Elbe

Anzeige
Der Entwurf der Londoner 6a architects: Nach oben werden die Fenster größer, auch die Fassadenfarbe ändert sich Foto: Bloomimages Ditting GWG
 
Architekt Tom Emerson aus London errang erstmals einen Preis im Ausland Foto: Gehm

Quartierszentrum Baakenhafen: Sieger des Architekturwettbewerbs präsentiert

HafenCity Allmählich nimmt das große, grüne Wohn- und Freizeitquartier am Baakenhafen Gestalt an. Die HafenCity gewinnt an Konturen, Struktur und Lebensqualität. Vergangene Woche präsentierten die Bauherren - die GWG- Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG und die Richard Ditting GmbH & Co. KG, in Abstimmung mit der HafenCity Hamburg GmbH und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die preisgekrönten Entwürfe eines Architekturwettbewerbs für insgesamt 436 Wohnungen auf drei Baufeldern. Das bedeutet rund 11.400 qm, zuzüglich der 2.280 qm großen Fläche des Lola-Rogge-Platzes.

„Der Braakenhafen auf der südlichen Halbinsel, rund um den Lola-Rogge-Platz, wird Hamburg prägen.“ Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor

Ein Logenplatz in Hamburg. Und trotz der extrem guten Lage mit Elbblick und Goldstandard werden rund 70 Prozent öffentlich gefördert und weitere 14 Prozent der Wohnungen mietpreisgedämpft. Nur 55 Wohnungen werden frei finanziert. In den Erdgeschossen wird Raum geschaffen für kleine Läden und Gastronomie. „Daneben entstehen Plätze und eine 25 bis 30 Meter breite Promenade, Spiel- und Sportflächen“, betont der Geschäftsführer HafenCity Hamburg, Giselher Schultz-Berndt. Direkt nebenan eröffnet 2018 ein Bildungs- und Familienzentrum mit Grundschule und Kita.
„Der Braakenhafen auf der südlichen Halbinsel, rund um den Lola-Rogge-Platz, wird Hamburg prägen“, gibt sich auch Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter zuversichtlich. Ein Revival erlebt die Hamburger Backsteintradition – allerdings als ganz heller Ziegelstein. „Es handelt sich um ausgesprochen anspruchsvolle Architektur, betonte Andreas Engelhardt, Vorstandsvorsitzender der GWG. „In hundert Jahren soll das Quartier noch gut aussehen.“
Einen besonders spannenden Entwurf für zwei Wohn- und Bürogebäude legte das Team „6a architects London“ vor. Ungewöhnlich: Die Fenster werden von unten nach oben größer. „Sie sollen das Licht einfangen und nach innen leiten“, erklärt Architekt Tom Emerson. Auch die erdigen Farbtöne bis hin zum hellen Graublau des Himmels ändern sich nach oben hin. Optisch „verzahnt“ das Gebäude mit dem Hamburger Himmel. „Wir meinen, dass typische Merkmale für Hamburg das ständig wechselnde Wetter und die entsprechenden Farben des Himmels sind“, so Emerson.
Mit dem Bau der Wohnungen wird voraussichtlich Mitte 2016 begonnen. „Die Olympischen Spiele könnten dort zwar nicht eröffnet werden“, meint Bauunternehmer Nikolaus Ditting, „aber sehen kann man sie auf jeden Fall“.
Aus dem Archtitekturwettbewerb, an dem sich insgesamt 25 Architekturbüros beteiligt hatten, gingen fünf Sieger hervor: Baufeld 91: 1. Preis: Lorenzen Architekten GmbH, Berlin. 2. Preis: Max Dudler Berlin. Baufeld 92 a/b:
1. Preis: 6a architects, London. Baufeld 93: 1. Preis: KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbH, Hamburg. 2. Preis: meck architekten GmbH, München. (geh)

Info:
Noch bis zum 15. November wird die Ausstellung Baakenhafen mit den Entwürfen
des Architekturwettbewerbs im SKAI-Gebäude, Am Sandtorkai 50, zu sehen sein. Geöffnet: Mo-Do 11-18 Uhr, Fr 14-18 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige