Mieter wehren sich gegen Müll

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Direkt vor den Containern wird Müll abgelegt, der nicht mehr in die Container passt. Die Anwohner wollen die dauernde Lärmbelästigung und Verschmutzung nicht mehr länger hinnehmen Foto: Grell

Immer wieder ein Thema: Der Hansaplatz ist verdreckt

St. Georg Mieter der Baumeisterstraße Nummer 17 und 19 wehren sich wieder einmal gegen die Müllcontainer vor ihrer Haustür und die katastrophalen Zustände dort. „Was nicht in die Container passt, wird einfach daneben geworfen“, klagt Mathias Thurm, der auch nicht einsieht, dass hier zu jeder Uhrzeit etwas entsorgt werden muss. Nicht nur Glas und Papier, sondern auch Sperrmüll und ganze Möbelstücke stehen oft einfach neben den Entsorgungscontainern. Der Platz auf der Rückseite des Schauspielhauses, der als beliebter Treffpunkt der Trinkerszene ohnehin belastet ist, verkomme immer mehr zu einer Müllkippe. „Ärgerlich ist vor allem, dass Gewerbetreibende in großem Stil dort ihren Müll rechtswidrig und auf Kosten der Anwohner entsorgen“, so die Bewohner, die die Situation so nicht mehr weiter hinnehmen wollen. Aufforderungen an die Menschen aus dem Umfeld, beim Flascheneinwurf doch auch auf die Uhrzeit zu achten, würden einfach ignoriert werden. „Die Glascontainer stehen aber nur fünf Meter von der Hauswand entfernt“, betont Thurm. Die Mieter fordern nun vom Bezirksamt, die Container zu entfernen und an anderer Stelle wieder aufzustellen. Den Parkplatz am Spadenteich sehen die Mieter am Hansaplatz als eine mögliche Ausweichfläche. Der Abstand zu den nächsten Wohnungen sei dort erheblich größer. „Die Geräuschbelastung durch die Glascontainer könnten kurzfristig durch eine geräuschdämpfende Innenverkleidung sowie die Drehung der Einwurf-Öffnungen um 90 Grad – weg von der Hauswand – etwas entschärft werden“, so die aufgebrachten Mieter. Langfristig helfe aber auch hier nur ein anderer Standort.
Mit ähnlichen Problemen kämpfen auch die Bewohner der Ecke Brennerstraße am Lohmühlenpark. Ein Schreiben an den Bezirksamtsleiter Falko Droßmann blieb bisher unbeantwortet. „Es hat lediglich einen Aufkleber mit der Aufschrift „Einwerfen nur bis 19 Uhr an Werktagen“ gegeben, so Claus Giseke, der ebenfalls von der Lärmbelästigung betroffen ist. Halten tue sich an diese Anweisung aber niemand. Nach nun fünf Jahren Erfahrung mit den Behältern sei klar, „dass es ein großer Fehler war, diese Container wenige Meter von einem Wohnhaus entfernt zu platzieren“. Die Geschädigten treffen sich am 8. Juni um 19 Uhr bei den Containern an der Baumeisterstraße, um auf sich aufmerksam zu machen: „Wir wollen auch mal einen ruhigen Sonntag verbringen können.“ (kg)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 29.05.2016 | 19:22  
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